Dirty Talk

Sag schmutzige Sachen zu mir

foto: reuters/toby melville
foto: reuters/toby melville

Österreich (die Zeitschrift, nicht das Land) berichtet, dass der Haussegen zwischen Madonna und Guy Ritchie wieder hergestellt sei, seit sich die beiden einer so genannten Love-Code-Paartherapie unterzogen haben (siehe zu diesem Thema auch den letzten Blattsalat des Kollegen Traxler). Diese Therapie verschreibt allerlei verbale Nettigkeiten im ehelichen Umgang ("Kritik ja, aber mit völlig neuen Worten", "Wortschatzerweiterung: I love you mal anders"), aber auch die gemeinsam Pflege des so genannten Dirty Talk (wie hieße der eigentlich auf Deutsch: Dreckrede? Schweinesprache? Mit der Sauglocke läuten?). Der Dirty Talk funktioniert jedenfalls so, dass "Madonna und Guy eigene Code-Worte kreierten, um der Sexfantasie einzuheizen. Während des Dinners flüsterte Guy seiner Madonna andauernd diese geheimen Worte ins Ohr".

Leider war Österreich nicht informiert genug, um der Leserschaft mitteilen zu können, welche geheimen Schmutz-Worte beim Dinner ausgetauscht wurden, sodass wir auf Vermutungen angewiesen sind. Ich persönlich tippe ja auf "Gib mir die Salzstange" sowie "Alte Schnulzengretel", aber ich nehme an, dass die p.t. Leser sicher ihre eigenen Assoziationen zum Thema Dirty Talk beizusteuern haben.

Von Christoph Winder

Winders Wörterbuch zur Gegenwart ist ein Work in Progress.
Zweckdienliche Hinweise auf bemerkens- und erörternswerte Wörter sind erbeten an christoph.winder@derStandard.at

Mehr zum Thema Winders Wörterbuch zur Gegenwart