Mount Obama in Antigua

18. November 2008, 12:10
Die höchste Erhebung der Karibikinsel Antigua zählt 396 Meter. Der Premierminister will den "Boggy Peak" jetzt mit einem Schlag berühmt machen

St. John's - Die höchste Erhebung der Karibikinsel Antigua ist mit 396 Metern nicht gerade ein Gipfel fürs Guinness Buch der Rekorde. Allerdings will der Premierminister des 440 Quadratkilometer großen Landes den "Boggy Peak" mit einem Schlag berühmt machen: Bald wird die Erhebung nämlich nach dem neuen US-Präsidenten Mount Obama heißen. In einer Glückwunsch-Botschaft von Antiguas Hauptstadt St. John's ins Weiße Haus hat Premierminister Baldwin Spencer diese Namensänderung angekündigt. Attorney General Justin Simon will nun prüfen, ob die Neubenennung eine Parlamentsabstimmung erforderlich macht, berichtet der Miami-Herald.

Wie immer diese Abstimmung auch ausgehen mag, Antigua rüstet sich bereits für die Tourismus-Hauptsaison, die im Dezember beginnt. "Die Insel wird mit dem Slogan 'Die Strände sind nur der Anfang' beworben", so Bernhard Grdseloff, CEO des Reiseveranstalters Karibikreisen. Tatsächlich gibt es hier auf der Insel einige beachtliche Sehenswürdigkeiten wie etwa Nelson's Dockyards. Die ehemalige Werft der britischen Seestreitkräfte ist heute mit den aufwändig renovierten Gebäuden das größte Freilichtmuseum der Karibik. Der hurrikansichere Naturhafen wurde im 18. und 19. Jahrhundert zum bedeutendsten Marinestützpunkt auf den Kleinen Antillen ausgebaut. "Antiguas Küstenlinie strahlt ausgreifend in alle Himmelsrichtungen aus und die tief eingeschnittenen Buchten sind gesäumt von über 350 blendend weißen Stränden. Wenn es um Wassersport geht, ist Antigua definitiv eine der besten Destinationen", so der Reiseveranstalter. Ein fast durchgehendes Korallenriff, das vor starker Brandung schützt, biete zudem hervorragende Tauchgründe.

Auf Antigua gibt es Unterkünfte in sämtlichen Preiskategorien - vom einfachen Guesthouse bis hin zu absolutem Luxus. Einen Besuch wert ist auch ein Abstecher zur Schwesterninsel Barbuda. Barbuda ist vor allem wegen seiner menschenleeren, schönen weißen und teilweise pinkfarbenen Sandstrände bekannt. Der längste Strand misst 27 Kilometer. Auf der ruhigen, gemütlichen Insel leben nur etwa 1.500 Einwohner, die meisten davon in der Inselhauptstadt Codrington. Während der Balzzeit der Fregattvögel - von Mitte Dezember bis April - übersteigt die Zahl der Raubvögel jene der Einwohner fast um das Vierfache. Auf Barbuda gibt es nur drei Hotels sowie einige kleine, privat geführte Gästehäuser.

Eine Tradition des Inselstaates zu Weihnachten ist der Hausputz am Heiligen Abend. Damit am Weihnachtsmorgen, dem 25. Dezember, alles sauber und aufgeräumt ist, wird nochmals kräftig Hand angelegt. Wer es sich leisten kann, streicht zum Weihnachtsfest sein Haus, hängt neue Vorhänge auf oder kauft neue Möbel. "Eines können wir für Antigua und Barbuda zu Weihnachten übrigens garantieren: Es ist himmlisch warm und das Meer lädt zum Schwimmen ein", erklärt Grdseloff abschließend. (pte)

Informationen:
karibik.at

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