, Christoph Winder

Busen-Krieg

Unfrieden im Fernseh-Milieu

Weltbewegendes gilt es zu berichten, nämlich das nun schon seit Wochen anhaltende Schönheits-Scharmützel zwischen Frau Golpaschin (Puls Vier) und Frau Lampe (ATV). Die Eckdaten des Konflikts sind aus der Presse bekannt und müssen daher nur kurz angedeutet werden: Nachdem Frau Golpaschin unmissverständlich erklärt hatte, dass sie die Schönheit von Frau Lampe für (wenigstens teilweise) artifiziell halte, schlug Frau Lampe zurück, indem sie ihrerseits das Benehmen von Frau Golpaschin als taktlos bezeichnete und eine Entschuldigung forderte, die ihr dann aber wiederum Frau Golpaschin schuldig blieb.

Sehr bedauerlich, und eine wirkliche Entspannung in diesem gigantischen Ringen ist nach jüngsten Presseberichten noch nicht in Sicht. Wir hoffen dennoch das Beste. Ein Wort-Novum, das wir dieser leidvollen Affäre verdanken, ist das Wort "Busen-Krieg": Es wurde von der einschlägig interessierten Presse erfunden und relativ unisono zur Kennzeichnung des Sachverhaltes herangezogen. Ein Streit um Nasen wäre demnach natürlich ein Nasen-Krieg, einer um Ohren ein Ohren-Krieg und so fort. Falls den p.t. Lesern noch andere einschlägige Kriegsschauplätze bekannt sein sollten, bitte ich freundlich um Nachricht.

Von Christoph Winder
Winders Wörterbuch zur Gegenwart ist ein Work in Progress.
Zweckdienliche Hinweise auf bemerkens- und erörternswerte Wörter sind erbeten an christoph.winder@derStandard.at

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