Ansichtssache: Bangladesh

24. August 2010, 17:01

Neben dem riesigen Indien existiert ein kleines Land, das vom Tourismus bisher so gut wie unentdeckt blieb und doch sehr viel zu bieten hat

Bangladesh ist ein relativ kleines Land, das an Indien und Myanmar grenzt. Auf 144 000 Quadratkilometer leben 153 Mio. Menschen, der Großteil - annähernd 90 Prozent der Bevölkerung, sind Muslime. Bangladesh ist somit das zweitgrößte islamische Land der Welt. Die Nationalblume von Bangladesh ist die Wasserlilie.
Die Hauptstadt von Bangladesh ist Dhaka, hier leben rund sieben Millionen Menschen. Der Ahsan Manzil Palast war einstiger Regierungssitz, wurde mehrfach zerstört und wiederaufgebaut und ist heute ein Museum.
Bis 1947 war Bangladesh Teil von Britisch-Indien. Danach war Bangladesh ein Teil von Pakistan. 1971 erlangte Bangladesh nach einem neunmonatigen Krieg seine Unabhängigkeit von Pakistan. Bangladesh ist heute eine demokratische Republik.
Das Lalbag-Fort in Dhaka stammt aus dem 17. Jahrhundert.Innerhalb der massiven Mauern befindet sich eine Festung mit diversen Nebengebäuden wie Mausoleum, Moschee und Wasserreservoir.
Die Anlage von Paharpur ist eine der wichtigsten archäologischen Stätten von Bangladesh. Das buddhistische Kloster stammt aus dem 8. Jahrhundert und besteht aus mehreren Gebäuden, Schreinen und Stupas.
Seit 1985 gehört die Anlage von Paharpur zum UNESCO-Weltkulturerbe.
Mahasthan war die Hauptstadt der "Pundra Dynastie" und liegt im Norden der Stadt Bogra. Es stammt aus dem 4. Jahrhundert vor Christus.
In Bangladesh gibt es eine Vielzahl ethnischer Gruppen, darunter viele Minderheiten. Jede einzelne hat ihre Traditionen und ihre eigenen Kultur, die sie auch praktizieren und pflegen.
Besucher sind zwar willkommen, sich die Tänze und Musikvorführungen anzusehen, eigene Shows für Touristen gibt es allerdings nicht.
Jede Volksgruppe hat ihre eigenen Musikinstrumente, Lieder und Tänze.
Jede Ethnie hat auch ihre eigene traditionelle Kleidung. Tradition wird hoch gehalten in Bangladesh.
Für gewöhnlich leben diese ethnischen Minderheiten in den tropischen Hügeln des Landes. Die Jugendlichen zieht es allerdings für Ausbildung und Beruf in die Städte.
Auch im täglichen Leben wird die Tradition hochgehalten, wie etwa bei diesem Reisfeld, das in Jahrhunderte alter Tradition in Terrassenform angelegt wird.
In Bangladesh gibt es ständig Feste. Hier etwa bereiten sich Mädchen für das Fest des "ersten Frühlingstages" vor. Dafür ziehen sie gelbe Saaris mit roten Scherpen an, schminken sich und schmücken sich mit Blumen.
Drachen steigen zu lassen gehört zur Lieblingsbeschäftigung der Bangladeschi. Die Liebe zu den fliegenden Papierkunstwerken geht soweit, dass es auch für sie ein eigenen Festival gibt.
Der Großteil der Menschen in Bangladesch arbeitet in der Landwirtschaft. Angebaut werden Reis, Zuckerrohr, Weizen, Mangos, Jackfruit, Guaven und Wurzeln wie Yam, Kassava und Kartoffeln.
Ein weiterer wichtiger Nahrungslieferant sind die zahlreichen Flüsse und das Meer. Sie liefern Fisch und Meeresfrüchte.
Bangladesh gehört zu den weltweit größten Teeproduzenten.
Und es ist eines der wichtigsten Exportländer für Tee.
Es gibt eine große Zahl an Nationalparks und Schutzgebieten in Bangladesh.
Große Regenwaldgebiete erstrecken sich über das Land.
Flußlandschaften mit Mangroven sind Heimat für zahlreiche Tierarten.
Die Bienen schauen zwar gefährlich aus, sie sind aber nicht aggressiv. Dafür ist ihr Honig ist einer der besten in Bangladesh. Dieses Nest hängt im Sundarban-Wald.
Der Cox Bazar-Strand ist der längste, ununterbrochene Sandstrand der Welt.
Eines der größten Probleme von Bangladesh sind die zunehmenden Überflutungen, eine Auswirkung der Klimaerwärmung, die jedes Jahr zahlreiche Opfer fordert.
Die drei größten Flüsse in Bangladesh sind der Ghanges, der Jamuna und der Meghna.
Es können Bootsfahrten durch die Flusslandschaften gemacht werden.
Die Tierwelt ist ebenso faszinierend wie gefährlich. Durchaus möglich, dass man etwa einer Kobra begegnet. Ihr Gift gehört zu den tödlichsten der Welt.
Aber es gibt auch harmlosere Vertreter.
Krokodile gehören eher zu den Nerven aufreibenderen Bewohnern von Bangladesh.
Affen leben vor allem in den Hügeln.
Der Nationalvogel ist der "Doel", eine Drosselart.
Die Nationalfrucht ist die "Jack Fruit".
Und das Nationaltier ist der Bengaltiger, der zu den gefährdeten Arten gehört. (red)
Informationen: Bangladesh National Tourism Organization

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