Head weitet Quartalsverluste aus

12. Mai 2011, 10:40

Wien - Der in Wien börsenotierte und in den Niederlanden ansässige Ski- und Sportartikelkonzern Head hat im ersten Quartal 2011 seinen Nettoverlust um 5,2 Mio. auf 7,7 Mio. Euro ausgeweitet. Die Umsatzerlöse gingen um knapp 2 Prozent auf 59,8 (61,0) Mio. Euro zurück. Die Nettoverschuldung erhöht sich auf 34,6 (29,2) Mio. Euro, geht aus dem heute, Donnerstag, veröffentlichten Quartalsbericht hervor. Der operative Verlust stieg um 2,2 Mio. Euro auf 5,5 Mio. Euro.

Das Jahr 2011 habe mit einigen Herausforderungen - naturbedingten und menschengemachten - begonnen, so das Head-Management. Im Wintersport-Bereich habe der frühe Schneefall in Europa nicht angedauert und ab Mitte Jänner seien die Bestellungen beträchtlich zurückgegangen. Dies habe zu einem Umsatzrückgang in diesem Bereich von beinahe 7 Prozent geführt.

In der Tennis-Division sei es durch späte Produkteinführungen zu weniger Ball- und Schläger-Verkäufen gekommen. Hier ging der Umsatz um 2,0 Prozent zurück. Der Taucher-Markt sei zwar gut ins Jahr gestartet, sei jedoch beträchtlich von den politischen Unruhen in den Taucher-Hauptmärkten in Nordafrika und den Naturkatastrophen in Japan und Australien betroffen worden. Die Umsätze fielen um 1,7 Prozent.

Die neu eingeführte Sportbekleidungs-Division setzte dagegen beinahe 1 Mio. Euro um. Das Management geht aber nicht davon aus, dass sie in diesem Jahr profitabel sein wird. Weiters hätten die gestiegenen Rohstoffpreise voll auf die Margen durchgeschlagen.

Der um 5,2 Mio. Euro auf 7,7 Mio. Euro gestiegene Nettoverlust hängt mit um 2,8 Mio. Euro geringer ausgefallenen Erträgen aus den Executive Stock Option Plans (ESOP) zusammen, sowie mit höheren Zinsen und anderen Finanzkosten. Der operative Cashflow verringerte sich um 8,9 Mio. Euro, das Working Capital stieg dagegen auf 104,0 (93,3) Mio. Euro.

Auf der am 26. Mai in Amsterdam stattfindenden Hauptversammlung will sich Head von seinen Eigentümern die Ermächtigung verlängern lassen, innerhalb von 18 Monaten (bis 26. November 2012) 50 Prozent des Grundkapitals zurückzukaufen. Zudem wollen die Head-Manager die Verlängerung der Befugnis (bis zum 26. Mai 2016), genehmigte, aber noch nicht emittierte Aktien auszugeben und/oder das Recht auf Zeichnung dieser Aktien zu erteilen. (APA)

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