Soziale Plattform "Amen" öffnet ein wenig seine Tore

Christof Sorge
8. September 2011, 13:51
Von Ashton Kutcher gefördertes Projekt ist nun per Einladung offen

Der WebStandard berichtete im Juli, dass unter anderem Ashton Kutcher in ein Start-Up namens Amen investiert hat. Dabei wusste man nicht, was sich hinter dem Namen verbarg. Ein WebStandard-User hat uns darauf aufmerksam gemacht, dass Amen nun per Einladung seine Tore geöffnet hat und langsam kann man erkennen, was Amen ist.

Kühlschrankpoesie und Meinungsumfrage

Die Plattform wirkt wie eine Mischung aus Kühlschrankpoesie und Meinungsumfrage. Man kann Menschen, Plätze und Dinge als das Beste oder Schlechteste seiner Art beschreiben und sieht dann wie viele andere Nutzer ebenfalls dieser Meinung sind.

"Amen" oder "Never mind"

Möchte man eine Person oder Ding beschreiben, wird einem ein Vorschlag gemacht, wie beispielsweise „Barack Obama is the Best US President Ever". Dem kam entweder sofort mit dem Button „Amen" zustimmen oder per „Never mind"-Knopf abweisen. Man kann die einzelnen Aussagen aber auch verändern, indem man wie beim Spiel Kühlschrankpoesie Wörter austauscht.

"The Best" oder "the Worst"

Gibt man einen Namen ein, schlägt Amen mehrere passende Personen vor. Erkennt die Plattform den Namen nicht, kann man ihn trotzdem verwenden. Danach kann man per Mausklick wählen, ob man „the Best" oder „the Worst" beschreiben möchte. Schließlich gibt man noch den Beruf oder die Funktion ein und entscheidet sich, ob die Personen die Beschreibung für „Ever" oder nur für „This Year" verdient. Danach klickt man auf Amen und hat seine erste Aussage auf der Plattform gemacht.

The Place to be

Möchte man eine Aussage über einen Ort treffen, fragt Amen die aktuelle Position ab und schlägt Orte in der Nähe vor, z. B. Hotels, Restaurants, Museen etc. Danach kann man bewerten, ob der Platz der beste oder schlechteste ist, um etwas Bestimmtes in der jeweiligen Stadt zu tun. Beispielsweise „Tichy is the Best Place for Ice Cream in Wien". Auch hier erkennt die Plattform bei der Eingabe Orte und schlägt sie vor.

"Hell no!"

Im News-Stream sieht man Aussagen von Freunden und kann denen per „Amen" zustimmen oder per „Hell no!" zeigen, dass man anderer Meinung ist. Klickt man auf eine Aussage, sieht man wie viele andere Nutzer der gleichen Meinung sind und welche alternativen Meinungen es gibt.

Ganz witzig, aber...

Recht viel mehr kann man momentan auch nicht auf Amen machen. Das Projekt ist ganz witzig, allerdings hält sich der Wunsch wiederzukehren und länger zu verweilen in Grenzen, das kann aber auch an der geringen Nutzerzahl liegen. Derzeit kann man nur beitreten, wenn man eingeladen wird. (Der WebStandard hat momentan leider keine Einladungen zur Verfügung) Anmelden kann man sich auf Amen mit seinem Facebook-Account und iPhone-Besitzer können sich auch eine Amen-App herunterladen.

Ob die Plattform großes Potential hat ist fraglich, schließlich bietet man nichts Neues. Allerdings befindet sich das Projekt noch in der Beta-Phase und möglicherweise kommen noch weitere Funktionen hinzu. (soc)

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