Android soll "Enterprise-ready" werden

11. Oktober 2011, 09:27
Unterfirma von Motorola Mobility bringt Sicherheits- und Managementtools - HTC, Sony Ericsson und Co. unter Kunden

Vor allem in den USA war der Unternehmensmarkt jahrelang eine Domäne von Research in Motion und dessen Blackberry. Seit einiger Zeit knabbert aber bereits Apples iPhone an dieser Position, nun soll auch Android verstärkt in den Enterprise-Bereich vordringen. Im Rahmen der CTIA Konferenz in San Diego hat der Softwarehersteller 3LM eine eigene Softwarelösung vorgestellt, die sowohl die Sicherheit verbessern als auch die Fernadministration von Android erleichtern soll.

Fähigkeiten

Zu den Fähigkeiten gehört dabei die vollständige Verschlüsselung des Systems, dies inklusive der Informationen auf der SD-Karte. Für die besonders kritischen Bereiche kann die 3LM-Lösung noch eine zweite Verschlüsselungsebene einziehen. Die Software kann Anwendungen in White- und Blacklists einteilen, um gezielt unterschiedliche Sicherheitserfordernisse anzulegen. Zudem ist es möglich entsprechend ausgestattet Geräte aus der Ferne zu löschen - wahlweise gezielt einzelne Teile oder auch gleich vollständig.

Ferninstallation

Zudem wird den AdminstratorInnen die Möglichkeit Anwendungen aus der Ferne auf ein Gerät zu "pushen" an die Hand gegeben, umgekehrt funktioniert natürlich auch deren Löschung. Darüber hinaus kann das Gerät von außen lokalisiert werden, auch ein eigener, erweiterter VPN-Support gehört zu den Eckdaten.

Fix mit dabei

Die Software soll ab Android 2.2 funktionieren und in Zukunft von Haus aus mit den Smartphones zahlreicher Android-Hersteller ausgeliefert werden, darunter etwa HTC und Sony Ericsson, mit Samsung stehe man derzeit noch in Verhandlung.  Die Idee dabei ist, dass die Tools zwar mitgeliefert werden, für ihre Freischaltung aber noch von interessierten Unternehmen eine Lizenz beim Hersteller erworben werden muss.

Motorola

Wenig überraschend steht auch Motorola Mobility auf der Liste der Unterstützer, hat man doch 3LM im Februar übernommen, auch wenn man betont, dass dieses als getrennte Geschäftseinheit geführt wird, und alle Hersteller gleich behandelt werden. Trotzdem ergibt sich daraus die Situation, dass 3LM bald zum Android-Hersteller Google selbst gehören könnte - so denn dessen geplanter Kauf von Motorola Mobility durchgeht. Die zwei Gründer von 3LM sind übrigens beide ehemalige Google-Mitarbeiter aus dessen Android-Abteilung. (red, derStandard.at, 11.10.11)

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