2012 wird das Jahr der Ultrabooks

28. November 2011, 17:54
Dünn, schnell, leicht und schick - Kein neues Konzept: 2008 machte es Apple mit dem MacBook Air vor

Waren es vor Jahren Laptops, die den klassischen Desktoprechnern den Rang abliefen, sind nun Tablets drauf und dran, PC-Herstellern die Suppe zu versalzen. Statt zu Note- und (den kurze Zeit hippen) Netbooks greifen Konsumenten zunehmend zu leichten Flundern wie Apples iPad. Nun soll eine neue Computerkategorie den PC-Markt wieder anpfeffern: Das Zauberwort heißt Ultrabook.

Kompakte Notebooks

Der Begriff bezeichnet besonders kompakte Notebooks mit geringer Bauhöhe und Gewicht, die anstatt auf Festplatten auf SSD setzen. Solid State Disks sind vollkommen geräuschlos arbeitende Flash-Speicher mit kurzen Zugriffszeiten wie bei Tablets.

Viele der bei Notebooks sonst üblichen Anschlüsse fehlen den Ultras. Ethernet, Firewire oder Bildschirm werden meist über Adapter mit einem Ultrabook verbunden. Auch optische Laufwerke besitzen sie nicht mehr, CDs oder DVDs können auf ihnen nicht abgespielt werden. Nur so ist es derzeit möglich, derart dünne Computer herzustellen.

Von Apple gelernt

Ganz neu ist das Konzept nicht, 2008 machte es Apple mit dem MacBook Air erstmals im großen Stile vor. Zuvor waren ähnlich schlanke Geräte vor allem von Sony und Toshiba für deutlich höhere Preise erhältlich. Jetzt setzt die Konkurrenz auf Basis des Intel-Designs nach. Zur IFA brachte Samsung als einer der ersten PC-Hersteller seine Series 9 auf den Markt. Weitere Ultrabooks gibt es derzeit von Asus (UX21E und UX31E) und Acer (Aspire S3), Hewlett-Packard, Lenovo und Toshiba haben Modelle angekündigt.

30 bis 50 Ultrabooks

Richtig losgehen soll es dann 2012. Für die Consumer Electronics Show (CES) Anfang Jänner in Las Vegas, die als Wegweiser für die Branche gilt, werden 30 bis 50 Ultrabooks verschiedener Marken erwartet. Was alle Geräte verbindet, hat der weltweit größte Chipproduzent Intel strikt vorgegeben: Wer sich nicht an die Vorgaben hält, darf den von Intel geschützten Namen Ultrabook nicht verwenden. So dürfen sie bei einer Bildschirmdiagonale von 13 Zoll nicht dicker sein als 18 Millimeter und maximal 1,4 Kilo wiegen.

17 Watt

Die maximale Leistungsaufnahme darf 17 Watt nicht überschreiben, damit das Gerät einen kompletten Arbeitstag lang genutzt werden kann, ohne an die Steckdose gehen zu müssen. Alle Ultrabooks nutzen einen Sandy-Bridge-Prozessor - von Intel.

Windows 8

Derzeit läuft auf den Ultrabooks Microsofts Windows 7. Sobald Windows 8 auf den Markt kommt (Termin steht noch nicht fest), hofft Intel den Ultrabooks noch ein weiteres Tablet-Feature hinzufügen zu können: die Bedienung mittels Touchscreen. Der Preis für die schlanke Vielfalt liegt zwischen 700 und 1500 Euro. (kat, DER STANDARD Printausgabem 29. 11. 2011)

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