Bergrettung will neue Konzepte für Sicherheit

21. Februar 2012, 15:28

Bergrettung forderte neue Konzepte für Tourismuswerbung - Skigebiete sollen Berg- und Skiführer anstellen

Wien - Angesichts der derzeitigen Diskussion um alpine Sicherheit forderte der Österreichische Bergrettungsdienst (ÖBRD) am Dienstag neue Konzepte für Tourismuswerbung. Damit sollen Wintersportler besser auf die Gefahren des winterlichen Gebirges vorbereitet werden. Ein Vorschlag der Bergretter ist beispielsweise die Anstellung von Berg- und Skiführern in Skigebieten, hieß es in einer Aussendung.

"Es muss - besonders unter jungen Leuten - richtig sexy werden, sich mit Schnee, Wind und Wetter aktiv und konstruktiv auseinanderzusetzen", so Franz Lindenberg, Präsident des ÖBRD. Er schlug vor, dass große Skigebiete im Winter jeweils zwei oder drei staatlich geprüfte Berg- und Skiführer anstellen sollten. Diese sollen dann Gäste aller Altersgruppen praktisch und theoretisch beraten, Führungstouren und Freeride-Abfahrten sowie Schulungsabende durchführen. Österreichs Alpinkompetenz könnte so als Wettbewerbsvorteil im internationalen Tourismus herausgestrichen werden, meinte der Bergrettungspräsident.

Er verwies auf jahrzehntelange Erfahrung in Österreich mit alpinistischen Kompetenzen im Hochgebirge abseits gesicherter Pisten. Österreich habe neben der Schweiz und Frankreich dabei international seit langem eine Pionierfunktion. Die einzige Berufsgruppe, die mit kommerziellen Kunden im unverspurten, winterlichen Hochgebirge vielerlei Aktivitäten, Kurse und Workshops durchführen darf, sind laut geltender Rechtslage die staatlich geprüften Berg- und Skiführer. In einigen Teilbereichen gilt das auch für staatlich geprüfte Skilehrer und eine kleinere Gruppe von Leuten, die zwar geprüfte Skiführer, aber keine Bergführer sind.

Lindenberg zufolge bestehe gerade darin noch eine große Marktlücke, denn der Umgang mit der empfohlenen Notfallausrüstung (LVS-Gerät, Stabsonde, Lawinenschaufel) sowie die sogenannten Kameradenhilfe für verschüttete Begleiter müssen praktisch geschult werden, damit wirksam geholfen werden kann. In vielen Teilbereichen ließen sich auch die neuen Netzwerke professioneller Freerider in Öffentlichkeits- und Trainingsarbeit einbauen, meinte Lindenberg. (APA)

Reisen aktuell

mehr
  • Suchtgefahr Nur für Naschkatzen: Die besten Schokofestivals

    Ansichtssache | 40 Postings
    Pralinen, Törtchen, Kekse – Bei den einen löst bereits der Anblick der schokoladigen Köstlichkeiten einen kleinen Zuckerschock aus, für die anderen kann es gar nicht süß genug sein. Die gute Nachricht für Schokofans: Überall auf der Welt gibt es sie – Festivals, bei denen sich alles nur um Schokolade dreht und verkostet werden darf, bis nichts mehr geht
  • Abstimmung Wahlergebnis: Die zehn unfreundlichsten Städte

    Ansichtssache | 170 Postings
    Der Herbst ist da – mit seinen milden Temperaturen die beste Zeit für Städtereisen. Wäre es nur nicht so schwer, sich für oder gegen ein Reiseziel zu entscheiden. Die Leser des britischen Reisemagazins "Condé Nast Traveller" haben abgestimmt, um welche Städte man besser einen Bogen macht
  • Manga & Co Die zehn besten Reiseziele für Geeks

    40 Postings
    Geeks haben es nicht immer leicht. Um die Originalschauplätze ihrer Lieblingsfilme einmal hautnah zu erleben, müssen bei der Reise einige Strapazen in Kauf genommen werden. Dass sich die Mühe lohnt, zeigt die folgende Auswahl der besten Reiseziele rundum Matrix, Mangas und Co.
  • Registrierung Verschärfung der Einreisebestimmungen in Nordamerika

    2 Postings
    Registrierungspflicht für alle Reisenden: Worauf bei der Einreise nach Kanada und in die USA zu achten ist