Japanischer Chiphersteller Elpida vor Antrag auf Gläubigerschutz

27. Februar 2012, 11:20
Konzern kämpft mit Folgen des hohen Yen und sinkenden Preisen bei Drum-Chips

Der hoch verschuldete japanische Chiphersteller Elpida Memory will noch am Montag Gläubigerschutz beantragen. Das Unternehmen werde den Antrag in Kürze einreichen, sagte ein ranghoher Elpida-Manager der Nachrichtenagentur Reuters und bestätigte damit entsprechende Medienberichte. Die japanische Regierung kündigte für 10.00 Uhr (MEZ) eine Pressekonferenz zu Elpida an. Das Management wollte sich eine halbe Stunde später öffentlich erklären. Nach Angaben des Instituts Shoko Research ist Elpida mit 481,8 Mrd. Yen (4,5 Mrd. Euro) verschuldet.

Sinkende Preise

Elpida kämpft mit den Folgen des hohen Yen sowie sinkenden Preisen bei DRAM-Chips. Da die Verbraucher immer häufiger zu Tablet-Computern greifen, geht die Nachfrage nach den Speicherchips für PCs zurück. Zuletzt war Elpida deshalb immer tiefer in die roten Zahlen gerutscht. (APA)

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