Neuer Erbstreit in südkoreanischer Unternehmerfamilie Samsung

28. Februar 2012, 10:54
Schwester des Firmenchefs verlangt Rückgabe von Aktien

In der südkoreanischen Unternehmerfamilie Samsung gibt es einen neuen Erbstreit. Die Schwester von Firmenchef Lee Kun Hee, Lee Sook Hee, verlangt nach Angaben der südkoreanischen Anwaltskanzlei Hwawoo vom Dienstag die Rückgabe eines Teils des Vermögens, welches der gemeinsame Vater und Firmengründer bei seinem Tod 1987 hinterlassen hatte. Wie die Nachrichtenagentur Yonhap berichtete, beläuft sich die Forderung auf Aktien der Firmen Samsung Life Insurance und Samsung Electronics im Wert von 190 Mrd. Won (125,5 Mio. Euro).

Wertpapiere nach dem Tod des Vaters

Der 70-jährige Firmenchef war bereits von seinem zehn Jahre älteren Bruder Lee Maeng Hee verklagt worden. Dieser verlangt die Rückgabe von Aktien derselben Firmen sowie Bargeld mit einem Gesamtwert von 710 Mrd. Won. Der Kläger behauptet, Lee Kun Hee habe die Wertpapiere nach dem Tod des Vaters an sich genommen, obwohl sie anderen gehörten. Unklar war, warum die Geschwister erst so viele Jahre nach dem Tod des Vaters Klage einreichten. Ein Sprecher von Samsung sagte der Nachrichtenagentur AFP, die Erbfrage sei längst geklärt.

Das größte Unternehmen Südkoreas

Lee Byung Chull hatte 1938 Samsung gegründet, das sich zum größten Unternehmen Südkoreas entwickelte. Er hatte drei Söhne und fünf Töchter. Der zweitälteste Sohn Lee Kun Hee machte Samsung Electronics zum weltweit größten Chiphersteller und zum zweitgrößten Mobilfunkproduzenten hinter Nokia. Laut dem Magazin "Forbes Asia" war Lee Kun Hee im Jahr 2010 mit einem geschätzten Vermögen von 7,9 Mrd. Dollar (5,90 Mrd. Euro) der reichste Mann Südkoreas. (APA)

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