Ring, Hauptbahnhof und Donaustadt stehen auf Wiener Radwegplan

28. März 2012, 14:26
Einstelliger Millionenbetrag für 24 Vorhaben - Bald "konkrete Projekte" für fahrradfreundliche Straßen

Wien - Das Wiener Radwegenetz soll heuer um 20 Kilometer wachsen und dann insgesamt 1.220 Kilometer lang sein. Für 2012 hat sich die Stadt drei Ausbauschwerpunkte vorgenommen, so Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou (Grüne) am Mittwoch bei der Präsentation der Pläne. So schreitet die Erweiterung des äußeren Ring-Streifens voran. Außerdem wird das Areal rund um den künftigen Hauptbahnhof, der im Dezember seinen Teilbetrieb aufnimmt, erschlossen. Ein zusätzlicher Fokus liegt auf dem 22. Bezirk. Abgesehen davon soll es bald "konkrete Projekte" für fahrradfreundliche Straßen geben.

24 Bauprojekte hat sich das Rathaus für das laufende Jahr vorgenommen. Die Investitionen liegen im einstelligen Millionenbereich. Eine genaue Summe könne man noch nicht nennen, sagte ein Sprecher Vassilakous.

Weit oben auf der Prioritätenliste steht der vielbefahrene Ring-Radweg. Dieser soll bereits Ende des Jahres großteils beidseitig befahrbar sein, wobei noch einige Lücken an der Außenseite geschlossen werden müssen - etwa das Teilstück zwischen Babenberger Straße und Parlament. Gleichzeitig wird überprüft, ob bzw. wie an der oft heillos überlasteten Ring-Innenseite eine berüchtigte Engstelle entschärft werden kann: Laut Vassilakou-Büro wird derzeit eine Umgestaltung des - durch Imbissbuden, U-Bahn-Aufgang und Zebrastreifen bedingten - Nadelöhrs auf Höhe Schottentor geprüft.

Anstrengung in der Donaustadt

Neue Strecken sind auch rund um den Hauptbahnhof vorgesehen, um nicht nur den Verkehrsknotenpunkt, sondern auch das dort geplante Stadtviertel gut anzubinden. So kommen allein am Wiedner und Landstraßer Gürtel knapp eineinhalb Kilometer an Radwegen dazu.

Anstrengen will sich die Stadt auch in der Donaustadt. Dort liege der Radanteil mit derzeit acht Prozent höher als im Wien-Durchschnitt (sechs Prozent). Mit diversen geplanten Lückenschlüssen bemüht man sich, diesen Trend gezielt zu fördern.

Neuigkeiten soll es darüber hinaus bald auch bei den geplanten fahrradfreundlichen Straßen geben. Auf diesen haben dann Biker Vorrang, wobei theoretisch auch Autos fahren dürfen. Es werde in den nächsten Monaten diesbezüglich bereits "konkrete Projekte" geben, zeigte sich der Sprecher der Verkehrsstadträtin noch etwas zurückhaltend mit Details. Mögliche Straßenzüge wollte er beispielsweise nicht nennen. Derzeit liefen noch Gespräche mit den Bezirken. (APA, 28.3.2012)

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