Google Art Project auf 30.000 HD-Bilder aufgestockt

3. April 2012, 13:33
Unternehmen erweitert Art Project um weitere virtuelle Rundgängen durch Museen und Galerien

US-First Lady Michelle Obama hat Internetnutzer zu einem virtuellen Rundgang durchs Weiße Haus eingeladen. Das Weiße Haus sei nicht nur das Heim der US-Präsidentenfamilie und ein Treffpunkt für Politiker aus der ganzen Welt, sagte Obama am Dienstag in einer Videobotschaft, mit der sie ein neues Angebot des Internetkonzerns Google ankündigte. "Es ist auch als 'Haus des Volkes' bekannt und sollte deshalb jedermann offenstehen."

Projekt 2010 gestartet

Der virtuelle Rundgang durch die öffentlich zugänglichen Räume im Weißen Haus ist Teil eines Kunstprojekts von Google. Auf der Internetseite GoogleArtProject.com werden seit Anfang 2010 Innenansichten von Museen, Galerien und anderen öffentlichen Gebäuden gezeigt. Die 360-Grad-Bilder, die mit Kameras für den Straßenbilder-Dienst Street View aufgenommen wurden, zeigen auch Kunstwerke in Großaufnahme.

30.000 Aufnahmen

Das Weiße Haus ist Teil einer Erweiterung des Projekts, für die Google mehr als zwei Dutzend neue Orte ins Programm nimmt, darunter etwa auch das Museum of Islamic Art in Katar und die National Gallery of Modern Art in Delhi. Mittlerweile können 30.000 hochauflösende Aufnahmen von Kunstwerken, Skulpturen und Street Art von 151 Museen in 40 Ländern besichtigt werden. Aus Österreich sind die Albertina, das Leopold Museum und das Kunsthistorische Museum in Wien vertreten. In 46 Museen stehen auch Street View-Ansichten zur Verfügung.

Präsidenten-Portraits

Seit dem Amtsantritt von US-Präsident Barack Obama vor gut drei Jahren haben schon 2,5 Millionen Menschen das Weiße Haus besichtigt. Obama und seine Frau schließen sich immer wieder überraschend Besuchergruppen an. Michelle Obama sagte in ihrer Videobotschaft, das Weiße Haus sei schon von tausenden Menschen besichtigt worden, die dabei auch die dortigen Kunstwerke und Porträts der früheren US-Präsidenten Washington, Lincoln und Kennedy bewundert hätten. "Jetzt können sie all das machen, ohne ihr Haus zu verlassen", sagte sie.

Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 war das Weiße Haus für die Öffentlichkeit geschlossen worden. Zwei Jahre später waren die Besichtigungstouren stark eingeschränkt wieder aufgenommen worden: Für Amerikaner ist eine Tour nur bei vorheriger Reservierung via eines Parlamentariers möglich, Ausländer müssen sich mit ihrem Besichtigungswunsch an ihre Botschaft in Washington wenden. (APA/red, 3.4.2012)

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