, Redaktion

Ich freu mich!

Sagen die Politiker nicht immer, aber immer öfter

Warum sie dies tun? Weil sie uns damit „signalisieren“ wollen, dass sie keine kalten Opportunisten mit grotesk überhöhten Pensionsansprüchen sind, sondern warmherzige, gefühlvolle Menschen, die ihren Job aus schierem Gefallen an der Sache tun und sich dabei auf die jeweils anstehenden „Herausforderungen“ freuen wie kleine Kinder auf den Weihnachtstag. Zuletzt gehört von Bundesministerin Gehrer, die sich auf die Schulreform freut, und in der Budgetrede des Finanzministers: „Ich freue mich, Ihnen heute den Bundeshaushalt 2006 vorzulegen“. Ich hab mich gefreut, ihm nicht zuhören zu müssen.
Von
Christoph Winder

Winders Wörterbuch zur Gegenwart ist ein Work in Progress.

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