Proteste in Rumänien gehen trotz frostiger Temperaturen weiter

Demonstranten werfen der Regierung vor, den Kampf gegen Korruption bremsen zu wollen

Bukarest -Dauerprotest trotz frostiger Temperaturen: Bei Minus zehn Grad Celsius haben in der rumänischen Hauptstadt Bukarest am Samstagabend etwa 5.000 Menschen den zwölften Tag in Folge den Rücktritt der sozialliberalen Regierung verlangt. Die Demonstranten werfen der Regierung vor, den Kampf gegen Korruption bremsen zu wollen.

Jeweils etwa 2.000 Regierungsgegner gingen in den siebenbürgischen Städten Cluj (Klausenburg/Kolozsvar), Sibiu (Hermannstadt) und Brasov (Kronstadt) sowie im westrumänischen Timisoara (Temeswar) auf die Straße. Zugleich gab es den siebenten Tag in Folge eine Gegendemonstration von Regierungsanhängern vor dem Bukarester Präsidentenpalast. Sie werfen Staatspräsident Klaus Iohannis vor, das Land zu spalten. Der aus Siebenbürgen stammende Präsident unterstützt die Protestbewegung gegen die Regierung. (APA, 11.2.2017)

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