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"iPad Pro kein Computer, sondern besser": Apple wirbt nun mit Nutzer-Tweets

21. Februar 2017, 11:19

Der Hersteller will sein großes Tablet stärker als Laptop-Ersatz positionieren

Apple hat eine neue Werbekampagne für das iPad Pro gestartet. Anstatt nur eigene Werbeaussagen abzuspulen, lässt das Unternehmen Tweets von Nutzern für sich sprechen. Ziel der Kampagne: das iPad Pro soll zum Laptop-Ersatz werden, womit sich das Unternehmen auch ein bisschen ins eigene Fleisch schneidet.

iPad Pro kein Computer

In den auf Tafeln aufgedruckten Tweets der Nutzer werden verschiedene Themen angesprochen: schlechte Internetverbindungen, Computerviren oder Arbeitstools auf dem Tablet. Die Tweets sollen zeigen, dass das iPad Pro zwar kein Computer ist, dafür aber in mehreren Belangen besser als ein solcher sei. Für ständige Internetverbindung stehe LTE zur Verfügung, es gebe praktisch keine Viren und man kann trotzdem Microsoft Office darauf nutzen. Die Tweets stammen von realen Nutzern, die davor von Apple kontaktiert wurden, berichtet "The Verge".

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Apple muss sein Tablet-Geschäft stärker pushen. Im vergangenen Quartal sanken die iPad-Verkäufe um 22 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Mit dem iPad Pro hat Apple auf Microsofts Surface-Reihe reagiert, die sich stärker an Businesskunden richtet. Apples Pro-Tablet gibt es mit digitalem Stift und in zwei Größen – die 12,9 Zoll große Version ist dabei am ehesten als Laptopersatz gedacht. Doch laut Marktforschern greifen die Kunden eher zu den kleineren iPads. Das mag auch am Preis liegen. Das große iPad Pro kostet mindestens 899 Euro.

Sägen am eigenen Laptop-Geschäft

Das Geschäft mit Macs konnte zuletzt hingegen wieder leicht zulegen. Wenn der Konzern das iPad Pro stärker als Laptop-Ersatz positioniert, nimmt Apple in Kauf, sich selbst Mac-Kunden abspenstig zu machen. Für März plant Apple angeblich einen neuen Schwung von Tablets – gleich drei neue Modelle sollen es werden. Flaggschiff könnte ein iPad Pro mit nahezu randlosem Display sein, wie es zuvor aus Zulieferkreisen des Konzerns geheißen hat. (red, 21.2.2017)