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Impfen und Masturbieren auf oe24.at: Presserat leitet Verfahren ein

28. Februar 2017, 12:26

Geprüft wird ein Verstoß gegen Punkt zwei des Ehrenkodex, der sich mit Gewissenhaftigkeit und Korrektheit befasst. Die Entscheidung soll Ende März fallen

Wien – Wie berichtet sorgte ein Artikel auf oe24.at vergangene Woche für Aufregung. "Geimpfte Kinder fangen an zu masturbieren", lautete der Titel, im Text wird eine Schweizer Heilpraktikerin zitiert, die erkannt haben will, dass Kinder nach Impfungen – neben anderen Nebenwirkungen – anfangen zu masturbieren.

Nach Beschwerden leitet der Österreichische Presserat jetzt ein Verfahren ein, Ende März soll der Senat 2 über den Fall entscheiden, teilt der Presserat auf STANDARD-Anfrage mit.

Eingeleitet wurde das Verfahren wegen Punkts zwei des Ehrenkodex für die Österreichische Presse, der lautet so: "Gewissenhaftigkeit und Korrektheit in Recherche und Wiedergabe von Nachrichten sind oberste Verpflichtung von Journalisten." (red, 28.2.2017)

Nachlese

Impfen und Masturbieren auf oe24.at: Zwei Beschwerden beim Presserat eingelangt – "Geimpfte Kinder fangen an zu masturbieren" lautete der Titel – der Artikel mit Zitaten einer Heilpraktikerin ist mittlerweile offline. Niki Fellner verspricht "größere Sorgfalt" bei Impfthemen