Pogatetz und Trimmel kommen Stuttgart näher

10. März 2017, 21:30

Österreicher siegen mit Union Berlin bei St. Pauli und liegen nur noch zwei Punkte hinter dem Tabellenführer

Hamburg/Stuttgart – Der 1. FC Union Berlin bleibt in der 2. deutschen Fußball-Bundesliga die Mannschaft der Stunde. Die Mannschaft von Trainer Jens Keller gewann am Freitagabend beim FC St. Pauli 2:1 und liegt nach dem fünften Sieg in Serie als Zweiter nur noch zwei Punkte hinter Stuttgart, das gegen Bochum 1:1 spielte. Christopher Trimmel und Emanuel Pogatetz spielten auf Seiten der Berliner durch.

Sebastian Polter (19.) und Damir Kreilach (47.) trafen vor 29.546 Zuschauern im ausverkauften Millerntor-Stadion für die Gäste, Aziz Bouhaddouz (83.) gelang nur noch der Anschlusstreffer. St. Pauli, das sich dank einer Serie von 13 Punkten aus den vorherigen fünf Spielen vom Tabellenende auf einen Nichtabstiegsplatz gekämpft hatte, steckt weiter im Existenzkampf.

"Dass es nach dem 2:1 noch einmal brennen würde, war klar. Wir hätten das Spiel aber vorher entscheiden müssen. Letztlich haben es aber gut über die Zeit gebracht", sagte Berlin-Trainer Keller bei Sky.

Beide Teams gingen mit offenem Visier ins Spiel und erspielten sich eine Vielzahl von Chancen. Das erste Tor war allerdings ein reines Zufallsprodukt: Nach einer Flanke von Felix Kroos fiel der Ball von der Schulter von Pauli-Verteidiger Daniel Buballa auf den Oberschenkel von Polter – und kullerte von dort an Philipp Heerwagen vorbei ins Tor.

Der Hamburger Keeper geriet in der Folge unter heftigen Beschuss, verhinderte aber gegen Simon Hedlung (30., 41.) und Polter (34.) zunächst einen höheren Rückstand. Kreilach sorgte kurz nach dem Seitenwechsel mit einem wuchtigen Kopfball aus kurzer Distanz für das 2:0. Zuvor hatten die Hausherren durch Jeremy Dudziak die große Chance zum Ausgleich vergeben (46.). In der Schlussphase sorgte Bouhaddouz mit seinem 10. Saisontor noch einmal für Spannung.

Hoffer verletzt

Das Match in Stuttgart ging ohne österreichische Beteiligung über die Bühne, da Florian Klein beim VfB die Bank drückte und auf der Gegenseite Dominik Wydra wegen einer Sperre, sowie der rekonvaleszente Kevin Stöger fehlten.

Erwin Hoffer wiederum stand dem Karlsruher SC bei der 0:1-Niederlage gegen Erzgebirge Aue nicht zur Verfügung, er verletzte sich im Training und trug offenbar eine schwere Bänderverletzung davon. (APA, red, 10.3. 2017)