Foto: REUTERS/Arnd Wiegmann

Behörde entlastet Opel in Dieselaffäre

20. März 2017, 11:02

Französische Behörde fand im Zuge ihrer Untersuchungen keine Anhaltspunkte für Abgasmanipulationen

Paris/Rüsselsheim – Der deutsche Autobauer Opel ist im Diesel-Abgasskandal von einer französischen Behörde entlastet worden. Die Untersuchungen hätten keine Anhaltspunkte für Verbrauchertäuschung bei Opel ergeben, teilte das französische Wirtschaftsministerium am Montag in Paris mit.

Im Zuge des Dieselskandals bei Volkswagen hatte eine Expertenkommission in Frankreich Abgastests an zahlreichen Autos vorgenommen. Bei vielen Fahrzeugen wurde eine deutliche Überschreitung der zulässigen Grenzwerte festgestellt. Es besteht der Verdacht der Abgasmanipulation bei Zulassungstests.

Fälle wurden geprüft

Die dem französischen Wirtschaftsministerium untergeordnete Behörde für Wettbewerb, Verbraucher und Betrugsbekämpfung (DGCCRF) prüfte die Fälle und hat eine Reihe von Dossiers der Justiz vorgelegt. Betroffen davon sind Renault, PSA Peugeot Citroën, Volkswagen und Fiat-Chrysler.

Opel ist der erste Autobauer, bei dem die Behörde keine Vorwürfe erhebt. Bei weiteren Autobauern ermittelt die Behörde nach wie vor, wie das französische Wirtschaftsministerium betonte. (APA, 20.3.2017)