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Ungarn könnte Heineken-Logo mit rotem Stern verbieten

20. März 2017, 14:41

Ungarisches Parlament diskutiert Verbot von totalitären Symbolen aus der NS-Zeit und der kommunistischen Herrschaft

Budapest/Amsterdam – Ungarn könnte das Logo des niederländischen Braukonzerns Heineken verbieten. Das ungarische Parlament diskutiert seit Montag einen Gesetzesentwurf, der das Verbot totalitärer Symbole aus der Zeit des Nationalsozialismus und der kommunistischen Herrschaft vorsieht.

Als weltweit bekanntes Heineken-Logo firmiert seit den 30er-Jahren ein roter Stern, der die verschiedenen Phasen des Brauprozesses symbolisieren soll. Der rote Stern war auch ein wichtiges Symbol im Sowjetkommunismus.

"Moralische Verpflichtung"

Die Regierung von Ministerpräsident Viktor Orbán bezeichnet es als "moralische Verpflichtung", die kommerzielle Verwendung von Symbolen wie dem Hakenkreuz, Hammer und Sichel oder dem roten Stern zu untersagen. Unter dem neuen Gesetz droht Firmen bei Verwendung "totalitärer Symbole" eine Geldstrafe von bis zu zwei Milliarden Forint (rund 6,5 Millionen Euro). Vergangene Woche hatte der stellvertretende Premierminister Zsolt Semjen gesagt, das Heineken-Logo habe "offensichtlich politische Bedeutung".

Eine Heineken-Sprecherin lehnte eine Stellungnahme zu dem Gesetzesentwurf ab. Ein roter Stern wird als Logo auch von dem zu Nestlé gehörenden Mineralwasserproduzenten Sanpellegrino verwendet. (APA, 20.3.2017)