Plagiatsaffäre: Schützenhöfer hält unter Druck an Buchmann fest

10. April 2017, 11:18

Medienberichte über "Brodeln" und "Unruhe" in ÖVP und Wirtschaftsbund – Unmut an Uni Graz über veröffentlichten Bescheid – Haubner: Entscheidung in der Steiermark

Graz – Die Causa aberkannter Doktortitel des steirischen Wirtschaftslandesrats Christian Buchmann (ÖVP) köchelt Tage nach der Aberkennung des Titels immer noch vor sich hin. LH Hermann Schützenhöfer (ÖVP), der gerade auf Urlaub ist, will jedoch am bisherigen Standpunkt bleiben: Buchmann soll weiterhin Landesrat bleiben. Vom Ziehen einer Reißleine sei keine Rede, meinte sein Sprecher am Montag.

Wie DER STANDARD bereits berichtete, brodelt es in der steirischen ÖVP und im Wirtschaftsbund. Auch an der Universität Graz sorgte der an die Medien gelangte Bescheid zur Aberkennung des Doktortitels für Unruhe. In einer Stellungnahme am Montag hieß es: "Die Karl-Franzens-Universität Graz wird umgehend und sorgfältig untersuchen, wie das Dokument an die Medien gelangt ist. Zudem werden rechtliche Schritte geprüft."

Aus dem Büro von Buchmann gab es am Montag ebenso wie bei Schützenhöfer nichts Neues: Es sei vergangene Woche alles gesagt worden und auch die aktuelle Berichterstattung vereinzelter Medien ändere an den Standpunkten des Landesrats nichts.

Einmischen will sich von Bundesseite auch der ÖVP-Wirtschaftsbund nicht. Generalsekretär Peter Haubner erklärte am Montag gegenüber der APA: "Diese Angelegenheit wird in der Steiermark entschieden." Buchmann ist auch Obmann des steirischen Wirtschaftsbundes. (APA, 10.4.2017)