Post denkt auch über Alternativen zu Aufstockung in der Türkei nach

20. April 2017, 12:11

Aufsichtsratspräsidentin: Angesichts der Schwierigkeiten über Zukunft der Beteiligung nachdenken – Sprecher: Halten an Aufstockung fest, prüfen aber auch Alternativen

Wien – Die Post kämpft um eine Aufstockung ihrer Beteiligung an der Türkei-Tochter Aras Kargo von 25 auf 75 Prozent. Angesichts großer Widerstände wird aber auch über Alternativen nachgedacht. "Die schwierigen politischen Rahmenbedingungen und die wirtschaftliche Entwicklung geben Anlass, die Zukunft der Beteiligung zu überdenken", sagte Post-Aufsichtsratspräsidentin Edith Hlawati heute laut "Presse".

Post Sprecher Michael Homola sagte dazu, die Post sei weiter daran interessiert, ihre Beteiligung aufzustocken, prüfe aber alle Optionen. Im März bei der Bilanzpressekonferenz hatte Post-Vorstand Georg Pölzl gesagt, Ziel sei es nun, eine Wertsicherung zu erreichen. Von einem möglichen Ausstieg sprach er bisher nicht. Das börsennotierte Unternehmen muss darauf achten, den Wert seiner bisherigen Investitionen zu sichern.

Die Post hat an dem türkischen Familienunternehmen 25 Prozent übernommen, mit einer Option auf Aufstockung auf 75 Prozent. Als die Post diese Option zog, weigerte sich Firmenchefin Evrim Aras die Option anzuerkennen. Sie bot sogar an, die Post auszukaufen. Das Verfahren liegt vor einem Schiedsgericht in Genf. (Reuters, 20.4.2017)