Analysten: Telekom Austria startet mit besseren Ergebnissen ins Jahr

21. April 2017, 11:45

Wettbewerb am heimischen Markt wird härter – Nettogewinn soll um 15 Prozent steigen

Analysten erwarten für die am Montag in der kommenden Woche nach Börsenschluss anstehenden Quartalszahlen der Telekom Austria stabile Umsätze und ein besseres Ergebnis. Für den APA-Konsensus wurden Schätzungen von Barclays, Erste Group, Credit Suisse und Raiffeisen Centrobank (RCB) aufgenommen.

Umsatz von 1,03 Mrd. Euro erwartet

Im Mittel soll der Umsatz im Startquartal bei 1,03 Mrd. Euro liegen. Gegenüber dem ersten Quartal 2016 wäre das ein kleines Umsatzplus von zwei Prozent. Im Schlussquartal 2016 lag der Umsatz allerdings noch bei 1,098 Mrd. Euro.

Weißrussland entwickelt sich weiter gut und könnte von positiven Währungseffekten profitieren, stellt der Barclays-Analyst Simon Coles in Aussicht. Unter einem verbesserten ökonomischen Umfeld könnte sich Bulgarien leicht verbessert haben, konstatiert Jakob Bluestone, Bewertungsspezialist für Credit Suisse.

Es sind die starke Konkurrenz und erneute Preiskämpfe im österreichischen Markt, welche beide Analysten als Risiko sehen. Vor allem beim unteren Marktsegment verweist Bluestone auf die Konkurrenten tele.ring und Hofer. Das obere Ende der Wertschöpfungskette präsentiert sich seiner Ansicht nach solide.

EBITDA unter Vorjahreswert

Das operative Ergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) wird etwas unter dem Vergleichswert des Vorjahres gesehen. Die Analysten prognostizieren im Schnitt das EBITDA mit 340 Mio. und damit zwei Prozent über dem Vorjahreswert von 334,4 Mio. Damals hatte allerdings ein positiver Einmaleffekt das EBITDA belastet. Das Betriebsergebnis (EBIT) wird durchschnittlich um 11 Prozent höher bei 130,0 Mio. Euro gesehen.

Unterm Strich dürfte der Gewinn der Telekom deutlich steigen. Den Nettogewinn sehen die Analysten im Schnitt bei 85,6 Mio. Euro und damit 15 Prozent über dem Vergleichswert 2016. Im Schlussquartal 2016 lag der Nettogewinn allerdings noch bei 106,5 Mio. Euro. (APA, 21.4.2017)