Riskante Standby-Geräte und Akkus

21. April 2017, 17:37

Zur Minimierung der Brandgefahr sollte man nicht ständig benötigte Geräte stets vom Stromnetz trennen

Explodierende Lithium-Ionen-Akkus, die ganze Wohnhäuser in Schutt und Asche legen, sorgen immer wieder für traurige Schlagzeilen. Tatsächlich werden laut aktueller Versicherungsstatistiken in Deutschland rund 18 Prozent aller Brände von Elektrogeräten entfacht – dazu gehören auch Notebooks, Fernseher oder Kühlschränke. Die aktuelle Ausgabe der Computerzeitschrift c’t gibt Tipps, wie man Elektrobrände vermeidet.

Lüftungsöffnungen nicht abgedecken

Zur Minimierung der Brandgefahr sollte man nicht ständig benötigte Geräte stets vom Stromnetz trennen. "Am besten nutzt man eine zweipolig schaltende Steckdose oder zieht den Netzstecker", empfiehlt c’t. Bei Geräten, die ständig laufen, wie Kühlschrank, Bewegungsmelder, Laptop oder Fernseher im Standby ist es wichtig, dass Netzteile sowie Lüftungsöffnungen der Geräte nicht abgedeckt sind. Auch sollte man Elektrogeräte nie auf brennbaren Unterlagen betreiben.

Grundsätzliche Risiken

Lithium-Ionen-Akkus bergen aufgrund ihrer hohen Energiespeicherfähigkeit grundsätzliche Risiken. Ein Akku, der sich selbst entzündet und explodiert, brennt auch ohne externen Sauerstoff, lässt sich weder mit Schaum noch mit Wasser löschen und setzt dabei hochgradig giftige und ätzende Gase frei. Umso wichtiger ist es, Akkus pfleglich zu behandeln. "Sie fühlen sich bei Temperaturen zwischen 0 und 40°C am wohlsten", so die Zeitschrift. Daher sollte das E-Bike lieber nicht in der ungeheizten Garage überwintern und das Handy nicht in der Sommerhitze im Auto liegen bleiben. (red, 21.4. 2017)