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Marquez hofft auf umgehende Wiederauferstehung

21. April 2017, 19:25

MotoGP-Champion will in Texas Trendwende schaffen – Vierfacher Austin-Sieger nach verpatztem WM-Start nur Achter – Vinales Mann der Stunde – Neue Strecke für KTM

Austin (Texas) – Marc Marquez hat in der neuen MotoGP-Saison noch keinen Podestplatz auf der Habenseite stehen. Daher setzt sich der Spanier selbst unter Druck. "Es muss jetzt eine Trendwende her", sagte Marquez vor dem Großen Preis von Texas. Das Rennen am Sonntag (21.00 Uhr MESZ/live Servus TV) bietet die optimale Chance für eine Wiederauferstehung, ist der 24-Jährige in Austin doch seit 2013 ungeschlagen.

Nach Platz vier beim Saisonstart in Qatar und seinem Sturz in Argentinien bereits in der vierten Runde muss Marquez reagieren. In der WM-Wertung rangiert der dreifache MotoGP-Champion derzeit nur auf dem bescheidenen achten Platz – 37 Punkte hinter seinem Landsmann Maverick Vinales.

Texas als guter Boden für Marquez

"Ich habe Fehler gemacht, jetzt muss ich mich auf Austin konzentrieren", meinte der Honda-Fahrer. Auf dem Circuit of the Americas stand Marquez vier Jahre in Folge bei jeder Siegerehrung in der Mitte. Und fast immer triumphierte er in Texas auf ganzer Linie, schnappte sich zusätzlich die Pole Position und die schnellste Rennrunde. Die Ausnahme war 2015, wo Andrea Iannone den schnellsten Umlauf für sich verbuchen durfte.

Vinales hat die ersten beiden Rennen 2017 gewonnen und kann damit auf eine bisher perfekte Saison zurückblicken. Auch in den anderen Klassen herrschen klare Verhältnisse: Der Italiener Franco Morbidelli (Kalex) hat beide Moto2-Events gewonnen, zweifacher Moto3-Saisonsieger ist der Spanier Joan Mir (Honda).

Größer noch als vor Vinales ist bei Marquez und seinem Team aber offenbar der Respekt vor dessen Yamaha-Kollegen Valentino Rossi. "Die Resultate von Maverick sind keine Überraschung, aber wir haben die von Valentino nicht erwartet. Er hat bei den Wintertests nicht so gut abgeschnitten, aber bei den Rennen war er jedes Mal auf dem Podest", sagte Livio Suppo, Boss bei Honda Repsol.

Forderndes Kurven-Labyrinth in Austin

Für Red Bull KTM geht es nach dem Feiertag, den der Rennstall zuletzt in Argentinien erlebte, wo Pol Espargaro und Bradley Smith die ersten WM-Punkte für das Werksteam einfuhren, mit einer Strecke weiter, auf der die Erfahrungswerte noch fehlen. Das Kurven-Labyrinth in Austin gilt als einer der schwierigsten und körperlich am stärksten fordernden Kurse im aktuellen Rennkalender.

Im Moto2-Team der Österreicher fällt der Südafrikaner Brad Binder aus, weil er sich erneut einer Operation an seinem gebrochenen Unterarm unterziehen muss. Er wird durch Testfahrer Ricky Cardus aus Spanien ersetzt. (APA/AFP, 21.4.2017)