foto: neuensausderküche
User

Hirseschnitten mit grünem Gemüse – ein Frühlingsessen

Blog |
29. April 2017, 12:00

Ein Spargelrezept, das für Schwung und Energie sorgt

Im Frühling treibt die Natur nach außen. Auch der Mensch muss nach dem Winterschlafmodus wieder so richtig ins "Tun" kommen. Die gute Nachricht: Die Natur, deren Launen einem eventuell derzeit zu schaffen machen, bietet auch die Lösung. Bittersüße Wildkräuter und feine Blattsalate wie Löwenzahn, Brennnesseln, Rukola, Spinat sowie entschlackender Spargel bringen uns wieder in Schwung.

foto: neuensausderküche

Zutaten (für 3 Personen)

  • 200 g Morcheln
  • 100 g Spinat
  • 400 g Spargel
  • 1 Melanzani
  • 100 g Hirse
  • Schnittlauch
  • Estragon
  • Salz
  • Pfeffer
  • Muskatnuss
  • Olivenöl
  • Eventuell etwas Tamari (glutenfreie Sojasauce)
  • Sesam
  • Parmesan oder Feta

Zubereitung

Hirse am besten schon am Vorabend kochen und über Nacht einkühlen, dann ist sie perfekt, um in Scheiben geschnitten zu werden. Dazu die Hirse 20 Minuten in der drei- bis vierfachen Menge Wasser kochen und dann zehn Minuten auf der heißen, aber abgeschalteten Platte nachquellen und im Topf auskühlen lassen. Es entsteht ein schnittfester "Hirsekuchen".

Morcheln putzen und je nach Größe eventuell klein schneiden. Melanzani waschen und würfeln. In einer Pfanne Olivenöl erhitzen. Pilze und Melanzani anbraten und bei mittlerer Hitze durchgaren. Da die Pilze meist Saft abgeben, ist genug Flüssigkeit für die Melanzani in der Pfanne, und es ist keine große Menge Öl notwendig.

Das untere Ende vom Spargel abschneiden, Spargel der Länge nach halbieren und zwei bis drei Minuten bissfest dünsten. Den Spinat putzen und die groben Stängel entfernen. Den Boden eines kleinen Topfes ganz knapp mit Wasser bedecken und erhitzen. Den Spinat darin eine Minute zusammenfallen lassen. Mit etwas geriebener Muskatnuss würzen.

Den kalten Hirsekuchen aus dem Topf lösen und in etwa ein Zentimeter dünne Scheiben schneiden. Die Schnitten in etwas Olivenöl von beiden Seiten kurz anbraten und auf den Tellern anrichten.

Alle Gemüsesorten miteinander vermischen und abschmecken. Ich verwende dazu ein wenig Olivenöl, einen Schuss Tamari, Salz und Pfeffer. Das Gemüse auf den Hirseschnitten verteilen und mit gehacktem Estragon und Schnittlauch, geröstetem Sesam, ein paar Spänen Parmesan oder etwas Schafskäse garnieren.

Aus Sicht der TCM

Hirse ist glutenfrei und kann gut als Alternative zu Polenta verwendet werden. Hirse ist außerdem reich an Silicium, Eisen und Magnesium. Sie wirkt sich besonders positiv auf Knochen, Gelenke, Bindegewebe, Haut, Haar, Nägel und Nerven aus. Die bewegenden Aromen der grünen Zutaten sorgen für den notwendigen Frühlingsschwung. (Pascale Neuens, 29.4.2017)

Pascale Neuens ist Architektin und Foodbloggerin. Als leidenschaftliche Köchin litt sie plötzlich an Histamin-, Fruktose- und Laktose-Intoleranz. Die extrem eingeschränkte Lebensmittelauswahl forderte ihre Kochkreativität heraus, und mithilfe ihrer Ausbildung zur TCM-Ernährungsberaterin fand sie eine für sich neue, gut verträgliche Ernährungsweise. Der Blog "neuensausderkueche.com" bietet neben bunten und saisonalen Rezepten zum "Fit essen" Einblick in die Wirkweise der Lebensmittel nach TCM und ist auf Facebook, Pinterest und Instagram vertreten.