Foto: Robert Newald

Herausgeberin Alexandra Föderl-Schmid verlässt STANDARD Ende August

16. Mai 2017, 12:10

Föderl-Schmid und Vorstand Mitteräcker gaben dies am Dienstag bekannt – Nachfolge ungenannt

Wien – Alexandra Föderl-Schmid, Chefredakteurin und Co-Herausgeberin, beendet nach 27 Jahren ihre Tätigkeit für den STANDARD, wurde am Dienstag intern mitgeteilt. Nachfolge: noch ungenannt. Um eine geordnete Nachfolge zu garantieren, bleibe Föderl-Schmid zwei Monate über das Ende ihres Vertrages hinaus Chefredakteurin bis Ende August 2017.

"Ich freue mich, dass ich den STANDARD fast drei Jahrzehnte lang mitgestalten konnte, ich werde mich neuen journalistischen Herausforderungen stellen", erklärt Alexandra Föderl-Schmid in einer Unternehmensmitteilung.

Alleinvorstand Alexander Mitteräcker wird zitiert mit: "Wir bedanken uns sehr herzlich für die langjährige ausgezeichnete Zusammenarbeit, das Engagement und den Beitrag zur Entwicklung unseres Mediums." Nachdem die Redaktionen aus Print und Online 2013 zusammengelegt wurden "und die vergangenen Jahre davon geprägt waren", sei jetzt eine guter Moment, diese Position zu übergeben. Mitteräcker erklärt: "DER STANDARD ist auf gutem Kurs." Das Printprodukt sei in der Entwicklung stabil, Online freue man sich über kontinuierlich steigende Nutzung.

STANDARD-Herausgeber Oscar Bronner bedauert die Entscheidung Alexandra Föderl-Schmids, bedankte sich laut Aussendung "für die hervorragende Zusammenarbeit und wünscht ihr alles Gute für die Zukunft".

Seit 1990 beim STANDARD

Ihre journalistische Tätigkeit für den STANDARD begann Alexandra Föderl-Schmid im Juni 1990 in der Oberösterreich-Redaktion. Ab 1993 war sie Korrespondentin in Berlin und Brüssel, 2006 übernahm sie das Wirtschaftsressort. Im Juli 2007 wurde sie als erste Frau Chefredakteurin einer österreichischen Tageszeitung. Seit 2012 ist sie auch Co-Herausgeberin des STANDARD, seit 2013 leitet Föderl-Schmid die zusammengelegten Redaktionen der Tageszeitung und von derStandard.at.

Föderl-Schmid blickt nicht nur auf gestiegene Print- und Online-Leserzahlen zurück, sondern auch auf Initiativen wie die von ihr neun Jahre moderierte Debattenserie "Europa im Diskurs / Debating Europe" im Burgtheater. Sie wurde 2012 mit dem Vorhofer-Preis ausgezeichnet und ins Board des Reuters Institute for the Study of Journalism in Oxford berufen. (red, 16.5.2017)