ORF strebt "Die Weltherrschaft" an

16. Mai 2017, 13:09

Wie Verschwörungstheorien funktionieren: Transmediales Projekt mit Bayrischem Rundfunk, Arte und Schweizer Fernsehen

Wien – Welchen Mechanismen Verschwörungstheorien folgen, wer von ihnen profitiert und wie man damit am besten umgehen soll: Solchen Fragen widmet sich der ORF im transmedialen Projekt "Die Weltherrschaft". Zusammen mit dem Bayerischen Rundfunk, Arte und dem Schweizer Fernsehen entsteht ein Dokumentarfilm, der voraussichtlich im Herbst 2017 zu sehen sein wird. Weiters wird ein Online-Angebot entwickelt, das ab Mitte Juni unter www.dieweltherrschaft.net abrufbar ist.

In der 70-minütigen TV-Dokumentation analysieren Regisseur Fritz Ofner und Creative Director Michael Lenzinger episodenhaft konkrete Verschwörungstheorien. Verschwörungstheoretiker, Netzwerkforscher, Machtanalysten, Historiker, Psychologen kommen zu Wort. Der Film zeigt, wie Verschwörungstheorien entstehen, welche Ingredienzien diese benötigen, wie sie überleben und Verbreitung finden, wer von ihnen profitiert, wie man damit gut umgehen soll und was sie uns über die Zeit, in der sie kursieren, erzählen.

Das Düstere des Verschwörungsdschungels

Jeder Abschnitt geht von einer konkreten Fragestellung aus, die im Rahmen einer existierenden Verschwörungstheorie analysiert wird. Die Doku, die seit Anfang April und noch bis voraussichtlich Ende Mai gedreht wird, bedient sich laut Aussendung Social-Media-affiner Ästhetik ebenso wie zahlreicher animierter Szenen, die das Düstere des Verschwörungsdschungels veranschaulichen.

Das Online-Angebot unter www.dieweltherrschaft.net soll einen zusätzlichen, interaktiven Zugang bieten. Es bereitet die Recherche-Ergebnisse der TV-Doku auf. Mittels eines interaktiven Video-Baukastens können User spielerisch in die Materie eintauchen. Weiters soll es zusätzliche Dokumentarfilm-Sequenzen geben mit Experteninterviews geben.

Neben ORF, Arte, BR und SRF sind Junge Römer und Metafilm beteiligt, Fernsehfonds Austria, Filmfonds Wien und Bildungsministerium für Bildung und Zukunftsfonds Österreich fördern das Projekt. (red, 16.5.2017)