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Geheimdienstausschuss verlangt Aufzeichnungen von entlassenem FBI-Chef

17. Mai 2017, 20:16

In einem zweiten Brief baten sie Comey erneut darum, vor dem Gremium auszusagen

Washington – Der Geheimdienstausschuss des US-Senats hat das FBI gebeten, mögliche Aufzeichnungen des entlassenen FBI-Direktors James Comey zu Gesprächen mit Vertretern des Weißen Hauses vorzulegen. Das teilten die Vorsitzenden des Ausschusses am Mittwoch mit.

In einem zweiten Brief baten sie Comey erneut darum, vor dem Gremium auszusagen – und zwar sowohl in einer öffentlichen als auch in einer geschlossenen Sitzung. Eine Anhörung wurde für Mittwoch angesetzt.

Eine frühere Einladung hatte Comey in der vergangenen Woche abgelehnt.

Ermittlungen

Präsident Donald Trump hatte den FBI-Chef in der vergangenen Woche überraschend entlassen. Laut einem Bericht der "New York Times" soll Trump Comey gebeten haben, die Ermittlungen gegen den Ex-US-Sicherheitsberater Michael Flynn wegen dessen Russland-Kontakten einzustellen. Die Zeitung beruft sich dabei auf ein Memo, das Comey zu einem Treffen mit Trump am Tag nach dem Rücktritt Flynns im Februar verfasst haben soll.

Der Geheimdienstausschuss des Senats untersucht eine mögliche russische Einflussnahme auf die Präsidentenwahl im vergangenen Jahr. Das FBI ermittelt in dem Fall zu möglichen Absprachen von Mitgliedern aus Trumps Wahlkampfteam – darunter Flynn – mit Vertretern Russland. (APA, 17.5.2017)