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Nervenstarker Thiem ringt Querrey in Rom nieder

18. Mai 2017, 21:33

Österreicher muss gegen stark aufspielenden US-Amerikaner drei Matchbälle abwehren, setzt sich aber in drei Sätzen durch – Viertelfinale gegen Nadal wird eine "unfassbar schwere Partie"

Rom – Das hätte sich Dominic Thiem einfacher gewünscht. Der Sandplatz liegt dem Niederösterreicher. Und sein Gegner im Achtelfinale von Rom, der baumlange US-Amerikaner Sam Querrey fühlt sich eher wohl auf schnellen Belägen.

Aber Querrey, in der Weltrangliste auf Position 28, erwischte einen ausgezeichneten Tag, entschied den ersten Satz gegen den Weltranglisten-Siebenten mit 6:3 für sich. Thiem konterte, holte den zweiten Durchgang mit selbem Ergebnis. Im dritten Satz musste schließlich der Tie-Break entscheiden. Thiem geriet mit 4:6 und 6:7 in Rückstand, wehrte aber alle drei Matchbälle seines 29-jährigen Kontrahenten ab.

Nach 1:54 Stunden verwertete der 23-jährige Thiem seinen ersten Matchball zum 9:7. "Ich habe nicht sehr gut begonnen. Aber wenn’s läuft, dann läuft’s, dann gewinnt man auch solchte Matches", sagte Thiem zu Sky. Im Viertelfinale bekommt er es mit Rafael Nadal zu tun. Dem Spanier war Thiem am Sonntag im Finale von Madrid knapp unterlegen.

Wawrinka und Nishikori out

Stan Wawrinka schied dagegen auch beim dritten Sandplatzturnier des Jahres früh aus und würde damit seinen dritten Platz in der Weltrangliste an den Nadal verlieren, sollte der spanische Sandplatz-Dominator gegen Thiem erneut gewinnen. Der Schweizer unterlag dem 2,08-m-Giganten John Isner aus den USA in 85 Minuten 6:7(1),4:6. Auch der japanische Weltranglisten-Neunte Kei Nishikori verlor bereits im Achtelfinale gegen den argentinischen Olympia-Zweiten Juan Martin Del Potro aus Argentinien 6:7(4),3:6.

Thiem bestreitet sein Viertelfinale gegen Rafael Nadal am Freitagnachmittag nicht vor 16 Uhr. "Ich weiß haargenau, wie er spielt – trotzdem ist er der Nadal, es wird eine unfassbar schwere Partie", lautete die Prognose des 23-jährigen Niederösterreichers. Vor allem aufgrund seiner langjährigen Routine sei der 30-jährige Spanier im Vorteil.

Nadals Vorteil

"Durch seine ganze Erfahrung wird er sicher frischer in die Partie gehen, weil der hat wahrscheinlich schon 45-mal so eine Woche hinter sich, wie ich jetzt erst eine nach der letzten Woche habe. Er ist also sicherlich in einer besseren körperlichen und sonst auch frischeren Verfassung", meinte Thiem zur Ausgangslage.

Unabhängig vom Ausgang des neuerlichen Duells mit Nadal werde er "mit einem sehr, sehr guten Gefühl nach Paris fahren. Nichtsdestotrotz hoffe ich, dass ich morgen eine gute Partie spiele, vielleicht sogar noch ein Alzerl drauflegen kann und das Ergebnis besser sein wird als in Madrid." (red, 18.5.2017)

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