TU Wien und Uni Linz steigen in Uni-Ranking auf

8. Juni 2017, 10:13

Die Universität Wien legt im "QS University Ranking 2018" leicht zu

Wien – Ähnliche Resultate wie im Vorjahr haben die besten österreichischen Hochschulen im neuen "QS University Ranking 2018" erreicht. Die Uni Wien kam heuer auf Rang 154 (2017: 155), die Technische Universität (TU) Wien auf Platz 182 (183). Nach einigen Jahren des Abstiegs erholt hat sich die Uni Innsbruck, die heuer Platz 286 einnimmt (2017: 299). An der Spitze liegen US-Unis.

Betrachtet man die vergangenen Jahre, hat die Uni Wien leicht zugelegt – von Platz 160 im Jahr 2012 auf 154 heuer. Einen großen Sprung seit dem Jahr 2012 hat die TU Wien gemacht: Von Rang 274 ging es stetig bergauf. Damals lag sie noch fast gleichauf mit der Universität Innsbruck, die seither (2012: 276) etwas eingebüßt hat.

Die anderen heimischen Universitäten werden nicht mehr mit exakten Platzzahlen gerankt, sondern nur mehr in 10-er- bzw. 50-er Bereichen. Die Uni Linz und die Uni Graz finden sich jeweils im Platzbereich zwischen 471 und 480, die TU Graz zwischen 501 und 550. Gegen Ende der 950 Unis umfassenden Rangliste kommen dann noch Uni Klagenfurt und Uni Salzburg (jeweils 751-800).

Für die Uni Linz bedeutet das ein kräftiges Bergauf (2017: 551-600), für die Uni Graz ein leichtes Bergab (2017: 461-470). Die Unis Klagenfurt und Salzburg blieben praktisch gleich, die TU Graz wurde im Vorjahr nicht gerankt.

"Politik hat die Chance, zu handeln"

Für den Rektor der Uni Wien, Heinz Engl, zeigen die Ranking-Ergebnisse regelmäßig, wie notwendig eine Finanzierungsumstellung der Universitäten in Österreich wäre. "Der Universität Wien gelingt es immer noch in vielen Bereichen mit den Top-Universitäten weltweit mitzuziehen, von den Geistes- bis hin zu den Naturwissenschaften", so Engl in einer der APA übermittelten Stellungnahme. Ein guter Indikator dafür seien die Förderpreise des Europäischen Forschungsrats (ERC). "Dies wird aber zunehmend schwierig, gerade in den Gebieten wie z.B. Mikro- und Molekularbiologie oder Quantenphysik, in denen in anderen europäischen und insbesondere außereuropäischen Ländern stark investiert wird. Die Politik hat die Chance zu handeln, so dass es gelingt den internationalen Anschluss nicht zu verlieren."

USA und Großbritannien dominieren

Insgesamt dominieren Universitäten aus den USA und Großbritannien die Top-Ten: Auf Platz eins steht zum sechsten Mal hintereinander das Massachusetts Institute of Technology (MIT). Die Plätze zwei (Stanford University) und drei (Harvard University) belegen wie im Vorjahr ebenfalls US-Unis. Es folgen das California Institute of Technology (Caltech) sowie die britischen Unis Cambridge, Oxford, University College London und Imperial College London. Mit der ETH Zürich (Schweiz) schaffte es die beste kontinentaleuropäische Uni heuer auf Rang zehn.

Beim QS Ranking hängen 40 Prozent der Reihung von den Ergebnissen einer weltweiten Umfrage unter Wissenschaftern zum Ansehen von Hochschulen ab, weitere zehn Prozent von einer zusätzlichen Befragung unter Arbeitgebern. Je 20 Prozent der Wertung ergeben sich aus dem Zahlenverhältnis von Studenten pro Lehrendem sowie der Forschungsleistung und je fünf Prozent aus dem Anteil an internationalen Studenten bzw. Forschern und Lehrenden. (APA, 8.6.2017)