EU: Ein Drittel der Todesfälle wäre vermeidbar

14. Juni 2017, 12:49

Bei Anwendung des medizinischen Kenntnisstandes könnte eine Vielzahl von Todesfällen verhindert werden, Österreich liegt unter dem Durchschnitt

Ein Drittel frühzeitiger Todesfälle in der EU hätten bei Anwendung des medizinischen Kenntnisstands und der technischen Möglichkeiten vermieden werden können. Laut Eurostat-Daten waren es exakt 33,3 Prozent oder 560.000 vorzeitige Todesfälle. Den höchsten Anteil wies 2014 demnach Rumänien mit 47,6 Prozent auf, den niedrigsten konnte Frankreich mit 24,0 Prozent verbuchen.

Österreich lag bei 32 Prozent knapp unter dem EU-Durchschnitt. Hinter Rumänien folgen Lettland (47 Prozent frühzeitige Todesfälle), Litauen (45,3 Prozent), Bulgarien (43,2 Prozent) und Slowakei (43,1 Prozent). Auf der anderen Seite waren die niedrigsten Raten nach Frankreich in Dänemark (26,5 Prozent), Belgien (26,6 Prozent), Luxemburg (27,4 Prozent) und den Niederlanden (27,9 Prozent) zu verzeichnen.

In absoluten Zahlen hätten nach der Untersuchung 2014 insgesamt 562.034 Personen in der EU nicht frühzeitig wegen mangelnder medizinischer Kenntnisse oder fehlender technischer Möglichkeiten sterben müssen. Hier liegt Deutschland mit 87.003 solcher vermeidbarer Todesfälle an der Spitze, gefolgt von Großbritannien (63.907) und Rumänien (53.867). Österreich kommt auf 8.338 vermeidbare Todesfälle, Schlusslicht ist Luxemburg mit 363. (APA, 14.6.2017)