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Netflix testet höhere Preise in Österreich

3. Juli 2017, 10:30

Potenziellen Kunden werden teurere Abovarianten angezeigt – wer sich anmeldet, zahlt aber regulären Preis

Netflix spielt offenbar mit dem Gedanken, die Preise für seine unterschiedlichen Abomodelle zu erhöhen. Blogger und Nutzer von sozialen Medien berichteten erstmals in den vergangenen Tagen über erhöhte Preise, die potenziellen Kunden angezeigt werden. So wird einigen deutschen und österreichischen Usern das "Premium"-Abo mit HD-Videos um 13,99 Euro statt den regulären 11,99 Euro präsentiert. Andere Nutzer sehen gar eine Verteuerung bei allen Abovarianten, dort kosten auch Basis- und Standardabo mehr. Die Preiserhöhung beläuft sich auf 8,99 Euro statt 7,99 Euro bei der Basisvariante, das Standardabo wird nun mit 11,99 Euro um zwei Euro teurer angezeigt.

Manchen Usern wird ein erhöhter Preis für "Premium"-Abos, anderen mehr für alle Varianten angezeigt (zum Vergrößern klicken).

Netflix bestätigt

Die teuren Preise sind vorerst jedoch nur fiktiv. Netflix bestätigt auf Anfrage des STANDARD, "leicht unterschiedliche Preishöhen" zu testen. Damit will der Videostreamingdienst "besser verstehen, wie Verbraucher den Wert von Netflix einschätzen". Auch jene Nutzer, die sich für ein teurer angezeigtes Abo entscheiden, bezahlen anschließend die niedrigeren, regulären Preise.

Derartige Tests waren zuvor bereits in Australien durchgeführt worden. Netflix hatte damals angegeben, dass potenzielle Preiserhöhungen auf Australien beschränkt seien und mit dort neu beschlossenen Steuern zusammenhängen.

Konkurrenz

Netflix hat in den vergangenen Jahren immer wieder Preiserhöhungen durchgeführt. Der Streamingdienst vertraut offenbar trotz heftiger Konkurrenz etwa durch Amazon Video darauf, dass die exklusiven Eigenproduktionen und der Katalog an älteren Titeln Nutzer zum Bleiben bewegen. Laut Netflix endet der Preistest Montag, 3. Juli. (fsc, 3.7.2017)