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Milliarden Menschen ohne sauberes Trinkwasser und Toiletten

13. Juli 2017, 10:54

Etwa 2,1 Milliarden Menschen haben zuhause keinen Zugang zu sauberen Trinkwasser, nur ein Viertel der Weltbevölkerung hat Toiletten mit Kanalanschluss

Genf – Fast ein Drittel der Weltbevölkerung hat nach einer neuen UN-Studie zu Hause keinen Zugang zu sauberen Trinkwasser. Das entspricht 2,1 Milliarden Menschen. Bei Abwasser ist die Situation noch schlimmer: Nur ein Viertel der Menschen weltweit, 1,9 Milliarden, hat Toiletten mit Anschluss an die Kanalisation, berichteten die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und das UN-Kinderhilfswerk Unicef.

Vielerorts fehle selbst in Schulen und Kliniken noch Seife und Wasser zum Händewaschen. "Sauberes Wasser und Abwasserentsorgung sollten nicht ein Privileg für Reiche und Menschen in Städten sein", sagte WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus. "Alle Länder haben die Pflicht dafür zu sorgen, dass jeder Einwohner damit versorgt ist."

Das Ziel: Sicheres Trinkwasser und Toiletten für alle

Jedes Jahr sterben nach diesen Angaben 361.000 Kinder unter fünf Jahren an Durchfall. Das sei meistens die Folge von verseuchtem Trinkwasser, das Cholera und andere Krankheiten auslösen könne.

Viele der 2,1 Milliarden Menschen hätten zwar Zugang zu sauberem Trinkwasser, müssten dafür aber teils lange Fußmärsche in Kauf nehmen. Andere tränken ungefiltertes Wasser aus Bächen oder Seen. Rund 844 Millionen Menschen fehlten aber selbst solche oft unsicheren Quellen für Trinkwasser. Weltweit verrichteten fast 900 Millionen Menschen ihre Notdurft ausschließlich im Freien. Zu den UN-Entwicklungszielen gehört es, dass bis 2030 alle Menschen sicheres Trinkwasser und eigene Toiletten haben. (APA, dpa, 13.7.2017)