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Lugar und Schenk treten aus, Team Stronach verliert Klubstatus

9. August 2017, 15:06

Abgeordnete fliegen aus Ausschüssen

Wien – Der Klubobmann des Teams Stronach, Robert Lugar, ist aus dem Parlamentsklub der Partei ausgetreten. Weil mit ihm auch die Abgeordnete Martina Schenk geht, verfügt das Team Stronach nur noch über vier Abgeordnete. Damit hat die Partei nun auch den Klubstatus im Parlament verloren, denn dafür sind fünf Mandatare nötig.

Lugar hatte am Mittwochnachmittag einen Termin bei Nationalratspräsidentin Doris Bures (SPÖ). Im Anschluss teilte die Parlamentsdirektion mit, dass Lugar dabei sowohl seinen als auch den Austritt Schenks aus dem Team Stronach gemeldet hat.

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Parteienförderung weg

Das Team Stronach verliert damit sowohl den Anspruch auf Klubförderung als auch auf Vertretung in den Ausschüssen und in der Präsidialkonferenz des Nationalrats. Die Zusammensetzung der Ausschüsse muss damit neu berechnet und die Ausschüsse neu gewählt werden. Auch die Parteienförderung des Bundes und die Förderung für die Parteiakademie des Teams Stronach hängen an der Klubstärke.

20 Mitarbeiter wurden gekündigt, ihr letzter Arbeitstag ist der 31. Oktober, bestätigte man im Klub am Mittwoch. Die Team-Stronach-Akademie solle weiterbestehen, da noch finanzielle Ressourcen vorhanden seien.

Sprunghaft angestiegen ist damit die Zahl der freien Abgeordneten: Derzeit gibt es laut Parlamentsdirektion 15 Abgeordnete ohne Klubzugehörigkeit. SPÖ und ÖVP verfügen über je 51 Abgeordnete, die FPÖ über 37, die Grünen über 21 und die Neos über acht.

Ob und für wen Lugar bei der Nationalratswahl antreten will, ist unklar. Nicht infrage kommt offenbar ein Übertritt zur Freien Liste Österreich (FLÖ) des früheren Salzburger FP-Chefs Karl Schnell. Dieser sagte der APA, dass Lugar nicht zu ihm wechseln werde. Lugar selbst zeigte sich verschlossen und meinte: "Ist noch nicht entschieden."

Martina Schenk hat ihre Kandidatur für Schnell bereits bekanntgegeben und nannte die interne Kritik daran als Grund für ihren Austritt aus dem Parlamentsklub. (APA, 9.8.2017)