Sechs Rotkreuz-Helfer in der Zentralafrikanischen Republik getötet

9. August 2017, 19:08

Hilfsorganisation besorgt über wiederaufgeflammte Gewalt

Bangui – In der Zentralafrikanischen Republik sind sechs Rotkreuz-Helfer getötet worden. Die freiwilligen Helfer hatten an einer Krisensitzung in einem Gesundheitszentrum in Gambo im Südosten des Landes teilgenommen, als sie getötet wurden, teilte das Rote Kreuz am Mittwoch mit. Was genau passiert ist, war unklar.

Womöglich seien auch Mitarbeiter der Klinik und Zivilisten getötet worden. Die Organisation sei besorgt über den jüngsten Anstieg der Gewalt in dem Land.

In der Zentralafrikanische Republik war 2013 ein Bürgerkrieg ausgebrochen, in dem sich Milizen der christlichen Mehrheit und jene der muslimischen Minderheit gegenüberstanden. In Folge einer französischen Militärintervention und später einer UN-Friedensmission stabilisierte sich die Lage.

In den vergangenen Monaten ist die Gewalt jedoch wieder aufgeflammt. UN-Angaben zufolge sind rund eine Million Menschen vor der Gewalt geflohen – etwa jeder fünfte Bewohner des Staates. (APA, 9.8.2017)