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Shanghai-Ranking: Nur vier heimische Unis unter Top 500

16. August 2017, 12:47

Die besten drei Hochschulen kommen aus den USA und Großbritannien – Uni Wien und Innsbruck auf Rängen 151–200

Wien – Erneut dominieren beim Shanghai Academic Ranking of World Universities US- und britische Unis: Die Top 10 setzen sich rein aus Hochschulen aus diesen beiden Ländern zusammen. Mit der Uni Wien und der Uni Innsbruck schafften es heuer zwei heimische Hochschulen in die Gruppe mit den Rängen 151–200. Nur zwei weitere Austro-Unis finden sich unter den Top 500. Das ist eine weniger als im Vorjahr.

Nachdem bereits 2016 die Uni Graz aus der Gruppe der ersten 500 gefallen ist, folgt ihr in der diesjährigen Ausgabe auch die Medizin-Uni Graz, die sich im vergangenen Jahr noch auf den Rängen 401–500 befand (ab Platz 101 wird nur mehr in 50er-Schritten gerankt, ab Platz 201 in 100er-Schritten). Für die gereihten österreichischen Unis gab es wie in den Jahren davor Mittelfeld-Plätze: Hinter der Uni Wien und Innsbruck landeten die Medizin-Uni Wien (201–300) und die Technische Uni Wien (401–500) rangmäßig unverändert gegenüber 2016.

ETH Zürich auf Platz 19

Die vorderen Plätze machen sich – wie regelmäßig bei allen internationalen Hochschulrankings – wieder US-Unis aus: Wie schon 2016 landete die Harvard University an der Spitze, gefolgt von der Stanford University. Auf dem dritten Platz folgt diesmal mit der Cambridge University allerdings die erste europäische Hochschule (2016: Platz vier). Gegenüber dem Vorjahr unverändert liegt die Uni Oxford auf Rang sieben. Als erste kontinentaleuropäische Uni kommt die ETH Zürich auf den 19. Rang. Auf Platz 30 liegt die Universität Kopenhagen. Die erfolgreichsten deutschen Hochschulen sind laut Shanghai Ranking die Uni Heidelberg (Platz 42) und die Technische Uni München (Rang 50).

Das stark forschungsorientierte Shanghai-Ranking basiert ausschließlich auf öffentlich verfügbaren Datenbanken. 60 Prozent der Bewertung basieren auf der Zahl wissenschaftlicher Publikationen und Zitierungen, Veröffentlichungen in den Magazinen "Science" oder "Nature" zählen dabei besonders stark. 30 Prozent des Ergebnisses beruhen auf der Anzahl der Nobelpreis- und Fields-Medaillen-Gewinner, die an der jeweiligen Uni studiert oder gelehrt haben, und zehn Prozent auf der Produktivität pro Forscher. (APA, 16.8.2017)