Menschenverachtendes Posting: Med-Uni distanziert sich von Mitarbeiterin

16. August 2017, 18:03

Unter vollem Namen befürwortete die Mitarbeiterin den Tod der US-Amerikanerin Heather Heyer, die am Wochenende von einem Neonazi tödlich verletzt wurde

Wien – Nachdem eine Mitarbeiterin der Medizinischen Universität in Wien am Dienstag den von einem Neonazi ausgeübten Mord an der 32-jährigen Amerikanerin Heather Heyer in einem öffentlichen Kommentar gutgeheißen hatte, distanzierte sich die Uni nun auf Twitter von dem "menschenverachtenden" Posting und verspricht der "Angelegenheit intern nachzugehen" und Schritte gegen die Mitarbeiterin einzuleiten.

Die Mitarbeiterin hatte einen Artikel von oe24.at unter vollem Namen mit folgenden Worten auf Facebook kommentiert:

foto: screenshot

Die Reaktion der Med-Uni folgte einen Tag später auf Twitter:

foto: screenshot

Neonazi fuhr in eine Gruppe von Gegendemonstranten

Heather Heyer verstarb am Wochenende in Charlottesville im US-Bundesstaat Virginia, als der 20-jährige Neonazi James Alex Fields mit dem Auto in eine Gruppe von Gegendemonstranten raste. Der Anlass für die Gegendemonstration war eine Kundgebung von Alt-Right-Bewegung, Neonazis und Ku-Klux-Klan-Anhängern in Charlottesville, die gegen die Entfernung einer Statue des Konföderierten-Generals Robert E. Lee aus dem Amerikanischen Bürgerkrieg (1861 bis 1865) aufmarschierten. Lee führte Mitte des 19. Jahrhunderts die Südstaaten-Truppen, die für die Sklaverei eintraten. (Marija Barišić, 16.8.2017)