Mindestens zehn Tote bei US-Luftangriff in Somalia

25. August 2017, 19:16

Auf Farm in einem Ort, der bis vor Kurzem in Hand der Al-Shabaab war

Mogadischu – In Somalia sind bei einem US-Luftangriff auf einen bis vor Kurzem von der Islamistenmiliz Al-Shabaab gehaltenen Ort mindestens zehn Menschen getötet worden. Der Angriff sei Freitagfrüh auf eine Farm nahe dem Ort Barire im Süden des Landes erfolgt, gab der stellvertretende Gouverneur der Region, Ali Nor Mohamed, bekannt.

Unter den Toten waren nach Angaben des Abgeordneten Mahad Salad auch zwei Kinder. "Wir wissen noch immer nicht, warum die US-Streitkräfte mindestens zehn Bauern getötet haben", sagte Nor Mohamed. Die US-Mission in Somalia sowie das beteiligte somalische Militär waren für eine Stellungnahme zunächst nicht erreichbar.

Streitkräfte der Afrikanischen Union hatten den 40 Kilometer südwestlich der Hauptstadt Mogadischu gelegenen Ort erst vor sechs Tagen von der mit Al-Kaida verbundenen Miliz erobert. Die sunnitischen Extremisten der Al-Shabaab kämpfen seit Jahren um die Vorherrschaft in Somalia. Sie wollen in dem Land am Horn von Afrika einen sogenannten Gottesstaat errichten und greifen immer wieder Soldaten, Polizei und Zivilisten an. Eine 22.000 Mann starke Truppe der AU unterstützt die somalischen Streitkräfte gegen die Gruppe. (APA, 25.8.2017)