Foto: Reuters/Beawirtha

Youtube-zu-MP3-Umwandler macht nach Rechtsstreit dicht

5. September 2017, 09:12

Musiklabels hatten Prozess angestrengt, der nun mit einem Vergleich endete

Die Musikindustrie hält sogenanntes Streamripping für gefährlicher als andere Piraterie: Gemeint sind damit Webseiten, auf denen etwa Youtube-Videos in MP3-Dateien umgewandelt werden können. Nutzer müssen lediglich die URL eines Musikvideos dort eingeben, um das gewünschte Lied in akzeptabler Qualität als MP3-File zu erhalten. Die größte derartige Seite war Youtube-MP3. Ihr Betrieb wurde nun eingestellt.

Vergleich

Musiklabels hatten vergangenes Jahr einen Prozess gegen den Betreiber der Seite eingeleitet. Sie warfen ihm vor, den Konsum illegal bezogener Inhalte zu fördern und damit Werbeeinnahmen zu generieren. Nun ist es zu einem Vergleich gekommen. Youtube-MP3 bekannte sich zu allen Vorwürfen schuldig und überwies eine unbekannte Geldsumme an die Musikindustrie. Außerdem ging die Seite an Musiklabels, ihr ehemaliger Betreiber darf keine ähnliche Webseite mehr erstellen. (red, 4.9.2017)