Foto: Christina Fieber

Kalkreich: Brut Nature von Christoph Hoch

Kolumne
19. September 2017, 17:09

Christoph Hochs Brut Nature kann es geschmacklich locker mit Champagner aufnehmen

Ein gütiges Schicksal bewog hiesige Winzer irgendwann dazu, selbst seriösen Schaumwein zu erzeugen, und befreite uns vom Sektfusel, der über Jahrzehnte hinweg die Supermarktregale beherrschte. In letzter Zeit ist sogar ein richtiger Hype um heimischen Sprudel ausgebrochen: Junge Weinmacher zeigen mit Pet Nats – also Sturm, der in der Flasche fertig gärt –, wie unbeschwert köstlich perlende Weine schmecken können.

Christoph Hoch, selbst Produzent eines astreinen Pet Nats, wollte aber nicht nur Perlwein, sondern richtigen Schaumwein machen – und zwar mit natürlichen Hefen ohne Zusätze. Üblicherweise werden Champagner und Sekt bei der zweiten Gärung in der Flasche fremde Hefe und Zucker zugesetzt.

Der Winzer tüftelte jahrelang an einer Art Hochleistungssturm, der zuverlässig durchgärte. Das Projekt sorgte sogar in der Champagne für Aufregung – flugs wurde eine Delegation von Reims nach Hollenburg geschickt, die das Vorhaben kritisch unter die Lupe nahm und zugestehen mussten: Der Junge kann's!

Der Kalkreich schlägt geschmackstechnisch so ziemlich alles, was bislang an heimischen Schäumern vorstellig wurde. (Christina Fieber, RONDO, 19.9.2017)

Kalkreich, Christoph Hoch
35 Euro ab Hof