Auf den Bahnsteigen gibt es keine Raucherbereiche.

Foto: Ayham Youssef

Wien – Der Wiener Hauptbahnhof ist in Österreich der erste große Bahnhof mit Fernverkehr mit völligem Rauchverbot. Während es auf den meisten anderen Bahnhöfen auf den Bahnsteigen spezielle Raucherzonen gibt, gilt am Hauptbahnhof auch dort ein striktes Rauchverbot. Komplett rauchfrei sind nach ÖBB-Angaben auch die Bahnsteige am Praterstern.

Offiziell eröffnet wurde der Hauptbahnhof im Oktober 2014. Damals gab es auf den Bahnsteigen vereinzelt noch "Aschenbecher, die aber nur zum Ausdämpfen der Zigarette gedient haben", sagte ÖBB-Sprecher Roman Hahslinger der APA. Diese "Ausdämpfvorrichtungen wurden jedoch wieder entfernt, da sie von Kunden missbräuchlich als Raucherzone verwendet wurden", schilderte Hahslinger.

Aschenbecher, die aber lediglich dem Ausdämpfen der Zigaretten dienen, gibt es auch bei den Eingängen des Bahnhofs. Prinzipiell gilt auf allen heimischen Bahnhöfen und auch in den dortigen Wartebereichen ohnedies ein generelles Rauchverbot. Rauchen ist nur in den speziellen Zonen mit Bodenmarkierung auf den Bahnsteigen erlaubt. Dadurch wollen die ÖBB auch verhindern, dass Zigarettenstummel auf die Gleise geworfen oder am Bahnsteig liegen bleiben. Das rigorose Rauchverbot am Wiener Hauptbahnhof "funktioniert sehr gut", betonte Hahslinger. "Die Verschmutzungen halten sich in einem sehr überschaubarem Maß." (APA, 8.9.2017)