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Ö1 erhielt Senderchef – Wissenschaft, Kultur, Religion zurückgestuft

9. September 2017, 07:00

Wrabetz an Stiftungsräte: Channel Manager und Chefredakteure für ORF 1 und ORF 2 würden im Oktober ausgeschrieben, Personalchef bis Ende September

Wien – ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz hat Ö1 auch formal einen Channel Manager verordnet, wie ihn bisher nur Ö3 und FM4 hatten – bisher war das nur de facto Peter Klein. Dem STANDARD liegt Wrabetz' Organisationsanweisung vor.

Der Ö1-Chef ist nun Hauptabteilungsleiter (wie auch der Radio-Chefredakteur und die Chefs von Ö3 und FM4). Aus den bisher vier Ö1-Hauptabteilungen werden nun

Zurückgestuft

  • Bisherige Hauptabteilungen von Ö1 wie Wissenschaft/Bildung/Gesellschaft und Religion werden mit Wrabetz' Organisationsanweisung von Anfang September zu Abteilungen (mit gemeinhin niedriger dotierten Chefjobs).
  • Rainer Rosenbergs Hauptabteilung (Moment, Punkt eins, Menschenbilder) soll nach STANDARD-Infos in die Wissenschaft wandern.
  • Die Kultur, bisher ebenfalls Hauptabteilung, wird in die (auszuschreibenden) Abteilungen Wort und Musik geteilt.

All diese Abteilungen werden dem neuen Hauptabteilungsleiter für Ö1 zugeordnet. Die neue Struktur soll offenkundig auf Sicht zu Einsparungen führen.

ORF 1 und ORF 2 sollen folgen

ORF-Stiftungsräten soll Wrabetz nach STANDARD-Infos avisiert haben, er werde noch im Oktober die Channel Manager und Chefredakteure für ORF 1 und ORF 2 ausschreiben. Die Schlüsselfunktion des ORF-Personalchefs dann bis Ende November.

Multimedia-Meteorologie

Aus dem großen multimedialen Newsroom des ORF dürfte fürs Erste eher nichts werden, im Wetter freilich will man fächerübergreifende Fachleute: Hörfunkdirektor/in und Fernsehdirektor/in (inzwischen eigentlich eher Programmdirektorin) sollen sich laut Organisationsanweisung auf eine/n fachlich qualifzierte/n Wetterkoordinator/in einigen.

In der Meteorologie wird Vielfalt damit klein geschrieben: "Alle mit der Wetterinformation beauftragten Redaktionen einschließlich der Landesstudios haben die aufbereitete Wettersituation und -prognose einschließlich von Service-lnformationen, Warnungen etc. in der jeweils aktuellen Fassung verbindlich zu beachten, durch allfällige Zusatzinformationen zu ergänzen und entsprechend medial umzusetzen." So steht es in Wrabetz' Organisationsanweisung. (fid, 9.9.2017)