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Langzeitarbeitslose sollen als Supportpersonal an Schulen arbeiten

9. September 2017, 09:02

Im Rahmen der "Aktion 20.000" sollen laut SPÖ 3300 Arbeitslose als Sekretariatskräfte, Haustechniker, Unterstützungspersonal und Freizeitbetreuer eingesetzt werden

Wien – 3300 Langzeitarbeitslose im Alter über 50 Jahre sollen im Rahmen der "Aktion 20.000" als Supportpersonal an Schulen unterkommen. Das teilten Sozialminister Alois Stöger und Bildungsministerin Sonja Hammerschmid (beide SPÖ) am Samstag in einer Aussendung mit. Lehrer sollen so von organisatorischen und administrativen Aufgaben entlastet werden.

Der Plan sieht vor, dass 3000 Langzeitarbeitslose an den Pflichtschulen (v.a. Volksschulen, Neue Mittelschulen, Polytechnische Schulen, Sonderschulen und Berufsschulen) angestellt werden sollen und 300 an Bundesschulen (AHS, BMHS). Die Stellen im Pflichtschulbereich werden dabei regional über das jeweilige AMS vergeben, für den Bundesschulbereich gibt es eine zentrale Bedarfserhebung im Bildungsministerium.

Gesucht werden Sekretariatshilfskräfte für große Schulstandorte sowie Unterstützungspersonal für Brennpunktschulen, Haustechniker und einschlägig qualifiziertes Personal für die Freizeitbetreuung. Laut Stöger sollen ältere Arbeitnehmern so neue Perspektiven erhalten, Hammerschmid betonte die Entlastung der Lehrer.

Mit der Aktion sollen 20.000 zusätzliche Arbeitsplätze für über-50-jährige langzeitarbeitslose Menschen vor allem im gemeinnützigen Bereich geschaffen werden. Die Entlohnung erfolgt dabei grundsätzlich über den Kollektivvertrag, wobei eine Subventionierung der Lohn- und Lohnnebenkosten bis zu 100 Prozent möglich ist. Derzeit laufen in allen Bundesländern Pilotprojekte. Ab 1. Jänner soll die Aktion dann flächendeckend in ganz Österreich zur Verfügung stehen. (APA, 9.9.2017)