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Läusealarm: Was jetzt zu tun ist

14. September 2017, 11:17

Im Herbst haben sie in Schule und Kindergarten Hochsaison: Wie man Kopfläusen vorbeugt, sie erkennt und wieder loswird

Im Herbst sind auf vielen Kinderköpfen Läuse unterwegs. Die Tierchen sind hartnäckig und unangenehm, aber entgegen Gerüchten kein Zeichen mangelnder Hygiene. Auch auf einem bestens gepflegten Kopf können sich Läuse wohl fühlen, denn durch normales Haarewaschen mit gewöhnlichem Shampoo können die lästigen Tierchen nicht beseitigt werden.

Am besten helfen im Fall des Falles gründliches Haarewaschen mit einem speziellen Lausshampoo und sorgfältiges Auskämmen mit einem Läusekamm, damit man auch die Eier und Larven zuverlässig beseitigt. "Läuse verschwinden leider nicht einfach von selbst. Um sie los zu werden muss man rasch handeln. Es gibt sehr gut verträgliche Shampoos, die schonend zur Kopfhaut sind. Wichtig ist dabei immer die jeweils nötige Einwirkzeit genau zu beachten", rät Susanne Ergott-Badawi, Vizepräsidentin der Wiener Apothekerkammer.

Erste Hilfe bei Kopfläusen

  • Vorbeugend können Shampoos und Sprays mit Duftstoffen helfen, die Läuse nicht mögen beziehungsweise abschrecken – wie beispielsweise Weidenrinde oder Lavendel
  • Wie erkennt man Kopfläuse? Wenn der Kopf ständig juckt und man sich häufig kratzt, sollten Haare und Kopfhaut genauer untersucht werden. Dazu wird das Haar Strich für Strich gescheitelt und bei guter Beleuchtung mit einer Leselupe untersucht. Vor allem der Bereich hinter den Ohren, die Schläfen und der Nacken sollten unter die Lupe genommen werden – hier halten sich Läuse gerne auf. Der Juckreiz entsteht dadurch, dass sich die aus den Nissen geschlüpften Läuse alle zwei bis drei Stunden mit dem Blut des Menschen vollsaugen. Damit das Blut beim Saugen nicht gerinnt, gibt die Laus in die Stichwunden ihren Speichel ab. Das ist lästig, führt aber zu keiner gesundheitlichen Beeinträchtigung.
  • Behandlung: Läuse werden leicht übertragen, deshalb sollten die Haare von allen Mitgliedern einer Lebensgemeinschaft sorgfältig kontrolliert und behandelt werden. Nach dem Waschen mit dem Läuseshampoo müssen die Nissen mit einem Läusekamm aus den Haaren heraus gekämmt werden. Empfohlen wird eine zweite Behandlung mit dem Läuseshampoo nach einer Woche, damit später geschlüpfte Larven abgetötet werden können. Auch danach empfiehlt es sich, die Haare nass auszukämmen und auf Nissen bzw. Läuse zu kontrollieren
  • Bettzeug und Handtücher sollten bei 60 Grad gewaschen werden.
  • Haare aus Haarspangen, Haargummis, Bürsten und Kämmen entfernen. (red, 14.9.2017)