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Studie: Bier erhöht Risiko für Prostatakrebs, Wein senkt es

14. September 2017, 12:02

Männer, die öfter als fünfmal pro Woche Bier trinken, erhöhen laut einer australischen Studie ihr Risiko für aggressiven Prostatakrebs

Dass der Konsum von Alkohol das Krebsrisiko erhöhen kann, ist bekannt. Eine australische Studie ist nun der Frage nachgegangen, welchen Einfluss der Alkoholkonsum auf das Risiko für aggressiven Prostatakrebs hat.

An der Studie haben insgesamt 1.282 Patienten mit aggressiven Prostatakrebs und 951 gesunde Kontrollpersonen teilgenommen. Alle Probanden wurden zu ihrem Alkoholkonsum zwei Jahre vor Studienbeginn befragt. Dabei interessierte die Forscher, wie viel und wie häufig die Teilnehmer Alkohol getrunken hatten und welche Arten konsumiert wurden (Bier, Weiß- und Rotwein oder Spirituosen).

Die Auswertung der Studienergebnisse zeigte, dass Personen die mehr als fünfmal pro Woche Bier getrunken hatten, ein höheres Risiko für aggressiven Prostatakrebs aufwiesen als Personen, die kein Bier getrunken hatten.

Wein trinken schützt

Das Risiko für aggressiven Prostatakrebs stieg pro zehn Gramm wöchentlichem Alkoholkonsum aus Bier um drei Prozent. Auch der Konsum von Spirituosen schien das Risiko für Prostatakrebs zu erhöhen, hier waren die Ergebnisse allerdings weniger deutlich.

Im Gegensatz zu den Ergebnissen zu Bier und Spirituosen zeigte die Auswertung zu Weiß- und Rotwein, dass der Konsum von Wein unabhängig von der getrunkenen Menge vor aggressivem Prostatakrebs sogar schützt. (red, 14.9.2017)