Foto: Schulterwurf

"#einsetzen": Ärzte ohne Grenzen will mehr Bewusstsein schaffen

15. September 2017, 13:01

Die #einsetzen-Kampagne wurde gemeinsam mit der Agentur Schulterwurf entwickelt, der TV-Spot wurde von Motionworks produziert

Wien – Mit dem Schlagwort #einsetzen startet Ärzte ohne Grenzen eine Mobilisierungskampagne in Österreich, mit dem Ziel, mehr Bewusstsein für die Bedingungen in Krisengebieten zu schaffen.

Die Hilfsorganisation rückt die medizinische Arbeit von Teams in Konfliktorganisationen in den Mittelpunkt . Die Kampagne schlägt eine Brücke von Österreich in die weltweiten Projekte der Organisation: Unter dem Schlagwort #einsetzen sind Menschen in Österreich dazu aufgerufen, sich zu engagieren und konkret zum Einsatz der Teams für Notleidende beizutragen. Auf einer eigenen Webseite werden konkrete Unterstützungsmöglichkeiten geboten.

foto: schulterwurf

Ein fehlender medizinischer Gegenstand – wie etwa ein Medizinkoffer – versinnbildlicht die mangelhafte medizinische Versorgung und die oft nicht vorhandene humanitäre Hilfe in Konfliktgebieten; durch persönliches Engagement helfen Menschen in Österreich Ärzte ohne Grenzen dabei, das fehlende Element einzusetzen und so die Lücke in der Versorgung zu schließen.

Die #einsetzen-Kampagne wurde gemeinsam mit der Agentur Schulterwurf entwickelt und wird über TV-und Radio-Spots, Inserate, Online-Werbeformen wie Banner und multimediale Social-Media-Inhalte sowie Plakate umgesetzt. Die TV-Spots wurden von Motionworks produziert; die Schauspielerin Hilde Dalik sowie der Schauspieler und Fernsehsprecher Otto Clemens stellten ihre Stimmen dafür kostenlos zur Verfügung.

Die Schicksale hinter der Kampagne: Die 12-jährige Yengin Ahmed musste aus der umkämpften syrischen Stadt Kobane fliehen und kam 2015 mit ihrer Schwester über die Balkan-Route nach Österreich, wo sie inzwischen wieder mit ihren Eltern zusammengeführt werden konnte. Ihre Geschichte steht für das Schicksal vieler tausend Menschen, die die Teams von Ärzte ohne Grenzen in Kriegsgebieten und entlang der Fluchtrouten getroffen oder behandelt haben. (red, 15.9.2017)