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Heimische Banken betreiben immer weniger Bankomaten

18. September 2017, 12:00

Nur mehr vier von fünf Bankomaten werden von heimischen Geldinstituten betrieben

Wien – In Österreich gibt es seit 2014 mit leichten Schwankungen rund 8.720 Bankomaten. Allerdings geht die Zahl der Geräte, die von der PSA Payment Services Austria im Auftrag der österreichischen Banken betreut werden, zurück, zeigen Daten von Nationalbank und PSA.

Die Zahl der Geräte in Österreich lag 2010 noch bei 8.037 und stieg dann bis 2014 auf 8.720. Die gleiche Anzahl gab es auch im ersten Quartal 2017, erst im zweiten Quartal 2017 gab es einen Rückgang auf 8.672. Die von der PSA betreuten Geräte stiegen hingegen ab 2010 bis auf den Höchstwert von 7.903 im Jahr 2013 – das waren damals 92 Prozent aller Geräte. Seither hat die PSA aber jedes Jahr weniger Bankomate unter ihren Fittichen – Mitte 2017 waren es 7.399, das entspricht 84 Prozent der von der OeNB erfassten Geräte.

Keine Information über Höhe der Gebühr

Wie viele dieser Geräte den Kunden eine Gebühr für die Abhebung verrechnen, ist nicht bekannt. Einzig die Firma Euronet hat bisher offengelegt, dass sie 1,95 Euro je Behebung verlangt. Ein weiterer großer Anbieter ist Datafirst.

foto: apa/oenb

Österreich ist nach Daten der PSA im Vergleich mit einigen anderen Ländern sehr gut mit Bankomaten versorgt. Während in Österreich auf 10.000 Einwohner 9,7 Geräte kommen, seien es in de Schweiz 8,3, in Deutschland knapp 7 und in den Niederlanden gut 4.

Mit rund 125 Euro ist der in Österreich durchschnittlich abgehobene Betrag seit vielen Jahren stabil. (APA, 18.9.2017)