US-Börsenaufsicht: Verdacht auf Insider-Geschäfte durch Hacker

21. September 2017, 07:59

Unbekannte drangen 2016 in Systeme der Securities and Exchange Commission ein – Schwachstelle sei schnell behoben worden

Washington – Unbekannte Hacker sind im vergangenen Jahr in Systeme der US-Börsenaufsicht SEC eingedrungen und haben dabei erbeutete Informationen möglicherweise für verbotene Insidergeschäfte benutzt. Die Schwachstelle, die das ermöglicht habe, sei schnell gestopft worden, erklärte die Securities and Exchange Commission in der Nacht auf Donnerstag.

Erst nach einem Jahr entdeckt

Bei der Börsenaufsicht werden Geschäftszahlen und für den Aktienkurs relevante Informationen von Unternehmen veröffentlicht und lagern auf den Servern, bevor sie freigeschaltet werden. Der Angriff sei der SEC bereits 2016 aufgefallen, erst im August habe sie aber festgestellt, dass die Daten möglicherweise für Aktiengeschäfte verwendet wurden.

Die SEC machte keine Angaben über die Art der Informationen, die den Angreifern in die Hände gefallen sein könnten. Es seien jedenfalls keine persönlichen Daten darunter gewesen. Die SEC greift bei Insiderhandel – Aktiengeschäften auf Basis öffentlich nicht verfügbarer Informationen – traditionell hart durch. (APA, 21.9.2017)