, Martin Putschögl

Verkauf bei Baustart: GBI errichtet "Smartments Student" in Wien

Bei der Grundsteinlegung für 165 Studenten-Apartments am Helmut-Zilk-Park wurde der Verkauf an ein süddeutsches Versorgungswerk bekanntgegeben

Das gerade in Bau befindliche "Martin-Buber-Haus" am Helmut-Zilk-Park soll schon im Herbst 2018 bezogen werden.

visualisierung: gbi/anton faustmann

Der deutsche Projektentwickler GBI AG legte am Donnerstag den Grundstein für ein Gebäude in der Nähe des Wiener Hauptbahnhofs, das 165 sogenannte "Smartments Student" enthalten wird. Dabei handelt es sich um jeweils 19 Quadratmeter große Studenten-Apartments, die nach der für Herbst 2018 geplanten Fertigstellung um 490 Euro brutto pro Zimmer und Monat gemietet werden können.

Verkaufsvertrag unterzeichnet

Gleichzeitig mit dem (offiziellen) Baustart am Donnerstag fand auch die Vertragsunterzeichnung für den Verkauf des Gebäudes statt. Die Catella Real Estate AG erwirbt die am Helmut-Zilk-Park gelegene Immobilie für ein süddeutsches Versorgungswerk.

Das Haus wird später "Martin-Buber-Haus" heißen. Eine Gesellschafterin der GBI AG ist nämlich die Moses-Mendelssohn-Stiftung, die über ihre Tochter Moses Mendelssohn Vermögensverwaltungs GmbH 50 Prozent an dem Bauträger hält (die andere Hälfte gehört ebenfalls einer gemeinnützigen Stiftung). Und diese hat ihrem Bauträger die "Tradition" auferlegt, Apartmenthäuser der Smartments-Serie nach jüdischen Persönlichkeiten aus der betreffenden Stadt zu benennen. Martin Buber, geboren 1878 in Wien, gestorben 1968 in Jerusalem, war ein Religionsphilosoph, Verleger und Professor für jüdische Religionslehre und Ethik.

Teddy-Kollek-Haus am Hauptbahnhof

Das "Smartments Business"-Haus direkt beim Hauptbahnhof, ebenfalls von der GBI gemeinsan mit Rhomberg Bau errichtet und im Vorjahr an eine Immobilien-Tochter der Württembergischen Versicherung verkauft, wird den Namen Teddy-Kollek-Haus tragen. Kollek (1911-2007), in Wien aufgewachsen, war später Bürgermeister von Jerusalem.

Das Haus mit 162 Zimmern wird Anfang Dezember eröffnen. Hier sind die Zimmer etwas größer als beim "Student"-Konzept, Zielgruppe sind nämlich Geschäftsreisende, die für einen Zeitraum von einer Woche (das ist gleichzeitig die Mindest-Buchungsdauer) bis zu maximal sechs Monaten nach Wien kommen. Ab einem Aufenthalt von drei Monaten kostet das Zimmer 1.200 Euro, alles inklusive.

Landeshauptstädte im Fokus

Mehr oder weniger konkrete Pläne hegt man bei der GBI AG auch für österreichische Landeshauptstädte. "Wir wollen nachhaltig in den österreichischen Markt hinein", sagte Unternehmenssprecher Wolfgang Ludwig am Donnerstag in Wien.

In Graz wird ein Intercity-Hotel mit 220 Zimmern errichtet, außerdem ebenfalls ein "Smartments Student"-Haus mit 199 Zimmern, für das der Verkauf an die Catella auch schon vereinbart ist. In die vier Projekte in Wien und Graz werden laut GBI insgesamt rund 80 Millionen Euro fließen. Pläne für Salzburg, Linz, Innsbruck und Klagenfurt hat man ebenfalls in der Pipeline. (mapu, 21.9.2017)

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